"Wie die Adler"

07.08.2015
Drucken
 

Was jetzt folgt ist reines Zitat. Nicht von mir. Hier spricht ein Könner. Ein Molekularbiologe, der zum – schau, schau – buddhistischen Mönch wurde. Bestseller geschrieben hat. Und selbstverständlich täglich meditiert. Selbstverständlich. Dann (und nur dann) kann er auch das Folgende zum Thema Meditation hinschreiben:

Mühelose Fertigkeiten

Wenn man seine geistigen Fähigkeiten regelmäßig pflegt, muss man sich nach einiger Zeit gar nicht mehr groß anstrengen.

Du kannst mit geistigen Störenfrieden umgehen wie die Adler, die ich von meiner Klause im Himalaja aus beobachte. Die Krähen attackieren sie oft, obwohl sie viel kleiner sind. Sie stürzen sich von oben auf die Adler und versuchen, sie mit dem Schnabel zu treffen. Die Adler jedoch werden keineswegs nervös und starten irgendwelche akrobatischen Ausweichmanöver, sie legen lediglich im letzten Moment ihren Flügel an, lassen die Krähe vorbeischießen und breiten den Flügel wieder aus. Die ganze Aktion erfordert nur minimalen Aufwand und verursacht keine Störung.

Wenn man genügend Erfahrung hat, funktioniert der Umgang mit plötzlich hochkochenden Emotionen ganz ähnlich. Mit klarer Achtsamkeit siehst du sie kommen, dann lässt du sie passieren, ohne sie anzurühren, ohne sie zu blockieren oder zu verstärken, ohne weitere emotionale Wellen zu verursachen.

Verdacht: Die Physikerin Frau Dr. Merkel meditiert???! Der Gedanke kam mir jäh…

Quelle: W. Singer und M. Ricard, „Hirnforschung und Meditation“ bei unseld

 
 
 

News Schlagwörter