Wie die Kilos schwinden

07.11.2006
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Der Körper hat die wunderbare Gabe sich an Reize anzupassen. Wenn Sie regelmäßig joggen oder walken, ist das ein Reiz für den Körper, fettabbauende Enzyme herzustellen. Die Anzahl der Fettverbrennungsöfchen in den Muskelzellen erhöht sich um ein Vielfaches. Die Muskeln wachsen und der Energieumsatz steigt. Die Fettzellen werden löchrig, geben dem Sog von außen nach und entleeren sich.
Und das Beste: Ihr Stoffwechsel läuft noch auf Hochtouren, während Sie die Füße schon längst hochgelegt haben. Selbst im Sofa lümmelnd geht der Fettabbau weiter. Doch das passiert nicht von einem Tag auf den anderen. Durchhalten ist die Zauberformel für eine schlanke Linie. Sie brauchen Geduld, um Ihren Körper zu tunen. Die Muskeln wachsen zu lassen und die Fettverbrennung hoch zu züchten.

Die Zauberworte: Regelmäßigkeit, Zeit und das richtige Tempo.

Eines steht fest, wer läuft verbrennt Fett. Sie wollen wissen, wie viel? Je langsamer Sie laufen oder walken, desto weniger Kalorien werden Sie los. Doch die Kalorien, die Sie sich weglaufen, kommen in der Regel zu 30 % aus Kohlenhydraten und zu 70 % aus Fetten. Das ist gut, doch es geht besser! Laufen Sie ein bisschen schneller im “Noch-Wohlfühlbereich“, nahe an der Grenze zur anaeroben Schwelle. Nahe an der Grenze, an der Ihr Körper und Ihre Muskeln in Atemnot kommen, also in den Sauerstoffmangel abrutschen. Kurz vor dieser Grenze halten sich Kohlenhydrat- und Fettverbrennung in etwa die Waage, aber der Gesamtenergieverbrauch ist fast doppelt so hoch. Kurz gesagt: In diesem Bereich verbrennen Sie die meisten Fette.
Und wenn Sie jetzt in diesem Bereich noch eine halbe Stunde – mehr dürfen Sie natürlich immer! - munter laufen ist Ihnen die Fettschmelze garantiert.
Wenn Sie Ihr Tempo bis zum Grenzpuls steigern, verbrennen Sie am meisten Fett. Doch bitte mit Vorsicht, denn in der anaeroben Zone ist Schluss mit Fettverbrennung.

Das “forever young-Organ“ verkümmert

Und jetzt noch ein paar Worte zu unserem “forever young-Organ“, dem Muskel. Das größte Organ in unserem Körper, das in rauen Mengen Fett verbrennen kann, kränkelt. Ja, es kränkelt, denn wir nutzen es nicht mehr. Jagen und bewegtes Sammeln, was den Muskel frisch und munter hält, haben wir aus unserem Tagesprogramm gestrichen. Für die Jagd von der Kühltheke zum Süßigkeiten-Regal reichen die kümmerlichen Überreste noch. Doch leider verbrauchen diese Abziehbilder - von wegen Muskeln - viel weniger Energie. Sie sind schmal, verspannt, von Fettinseln durchsetzt und entkräftet. Von Fettverbrennung kann da keine Rede sein.
Die Folge: Süße Häppchen landen nicht zum Verheizen im bewegten Muskel, sondern zur wohlverdienten Ruhe in den Fettzellen. Und was die Fettzellen eingebunkert haben, geben sie so schnell nicht wieder her. Sie blähen sich um das bis zu 200fache auf. Das Ergebnis? Spiegel und Waage zeigen es!
Abhilfe? Auch wenn Sie es nicht gerne hören: Krafttraining. Fitnessstudio.

Sie haben Fragen? Ich helfe Ihnen gerne weiter ...
Holle Bartosch
HBartosch@strunz.com

 
 
 

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