Wie mache ich Flow?

29.10.2017
 

I) Erkenne: du kannst.

Gast-News Nr. 10

Das WAS kennen Sie. Tiefschlaf, Alpha-Phase durch Meditieren. Aufwachen, fit sein, Turnschuhe an. Joggen. Duschen, arbeiten gehen. Voll durchblutet, Eiweißriegel im Auto. Höchstleistung.

Das WIE dagegen ist schwierig. WIE meditiere ich denn jetzt? Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Wenn ich persönlich (Vorsicht: meine Gefühlswelt – nicht Ihre) Gebrauchsanweisungen lese…

Macht mich das eher aggressiv. Ich soll jetzt gefälligst still dasitzen? Beine über Kreuz? „ooooom“.

 

Das WAS also vorausgesetzt. Sie joggen, sind ausgeschlafen und ernähren sich korrekt. Los geht’s:

Atmung ist erledigt. Machen Sie automatisch richtig. Warum? Weil Sie joggen. Sie atmen immer dreimal aus, einmal ein. Sind Sie Asthmatiker, und untrainiert, dann halt viermal aus, zweimal ein. Geben Sie enorm Gas, weil Wettkampf, einmal aus, einmal ein.

Sie haben gelernt, die Atmung den Verhältnissen anzupassen. Atmung erledigt. Das können Sie. Wenn die neuen Verhältnisse sind, zu meditieren, weiß Ihr Körper, was zu tun ist.

Sitzhaltung ist Quark. Meditieren können Sie während Sie sitzen, stehen, liegen, laufen, singen, sprechen, schreiben, im Aufzug Smalltalk führen.

Die innere Ruhe ist erledigt. Hatten Sie heute Nacht. Das reicht für 16 Stunden Höchstleitung bereits.

Atmung, Haltung, Für-Sich-Sein. Alles erledigt.

Das war der erste Schritt des WIE. Die Erkenntnis, das Verstehen, dass Sie das alles können, wenn Sie das WAS erledigt haben. Das kann Ihnen Dr. med. Strunz so viel besser erklären.

Damit sind 8 von 10 Meditationsbüchlein abgehakt. Darauf können Sie sich verlassen.

Der innere Dialog, der uns ständig ablenkt. Erledigt. Sie sind Läufer. Bei Ihnen klebt kein iPhone am Arm. Sie haben leichte Schuhe mit wenig Absatz. Verlassen sich auf Ihre Muskeln, nicht auf unnatürliche Sohlen. In Ihren Ohren stecken keine weißen Ohrstöpfle mit „Hearts on Fire“.

Sie tauchen ein in den Wald. Ihnen begegnet ein Wildkaninchen, das Sie sehen. Andere laufen dran vorbei. Weil über das Wochenende geschnattert wird. Ein Specht, 2 Meter neben Ihnen, den Sie wahrnehmen ohne hinzugucken. Andere bleiben stehen, glotzen, machen selfies, er fliegt weg. Sie sehen die Farbenpracht, ungefiltert. Auf instagram wird jedes Foto nachbearbeitet. Nichts verstopft Ihre Sinne. Sie glotzen nicht nach unten, weil whatsapp ruft.

Sie sehen nach vorne, weil Sie ein Mensch sind. Ein Hetztier. Ein Sammler.

Gleich, ob Sie mit Wollmütze im Sommer laufen, oder „ungestyled“ kunterbunt angezogen joggen. Sie rennen den Berg hoch. Andere hecheln auf dem Mountainbike, wenn’s mal nicht bergab geht. Sie tänzeln um Wurzeln ohne nachzudenken. Vertrauen Laub, wenn man Laub vertrauen kann. Wissen wann Laub Sie zum Rutschen bringt. Ohne dass Sie sich fragen müssen. Ohne Risikoanalyse. Oder „cool“ Risiken einzugehen. Kindergarten.

Der erste Schritt: erledige das WAS. Täglich. Erkenne, dass du alles kannst. Das ist so. Punkt.

 

 
 

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