Wie wird Wissenschaft gemacht

07.01.2011
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Erklärt Ihnen Sean ó Connery. Mister 007. Der bei Filmarbeiten auf einem fahrenden Zug herum turnen muss. Maximal erlaubte Geschwindigkeit 55 km/h. "Das war heute zu schnell" beschwert er sich am Abend. Alle wiedersprechen. Rufen per Funk die Führerlok: Wie schnell? "55 km/h". Sean nimmt den Funk und fragt nach: "Woher wissen Sie das?". Lange Pause.

Stellt sich heraus, die alte Lok hat gar kein Tacho. Der Lokführer hat einfach Telegrafenmasten gezählt. Beim Vorbeifahren. Oh. Also erkundigt man sich bei dem Hubschrauberpiloten, der filmte: Wie schnell? Antwort: "90 km/h". Lebensgefährlich für Sean ó Connery.

Er hatte recht.

So wird Wissenschaft gemacht. Wissenschaft in Deutschland. Man behauptet hier zu Lande, es sei schädlich, keinen Alkohol zu trinken. Würde das Leben verkürzen. Die Nichttrinker würden nicht so lange leben, wie die Mäßigtrinker. Woher weiß man das?

Man hat halt gefragt. Das war's.

Man hat einfach den normalen deutschen Alkoholiker gefragt (Sie erinnern sich? Ulla Schmidt: 94,5% der Deutschen trinken) hat also den normalen deutschen Alkoholiker gefragt: Trinkst Du? Der sagt "nö".

Und auf diesem "nö" basieren dann die üblichen deutschen Studien, die beweisen, dass Nichttrinker kürzer leben.

 

 
 
 

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