Wieder einer erreicht!

08.10.2017
 

Einem Journalisten gegenüber habe ich einmal als Lebensziel formuliert: Ich möchte, dass auch er, der Journalist, dereinst sagt: „Doktor Strunz hat auch mein Leben verändert!“

Dahinter steckt – wie fast immer bei wirklich wichtigen Dingen – persönliches Erleben. Auch mein Leben wurde verändert mit 45 Jahren. Nicht früher. Vorher habe ich alle Regeln der Evolution grob missachtet. Habe völlig falsch gelebt. Wie sehr viele von Ihnen ja auch. Deswegen – bitte, bitte! – nehmen Sie meine Ratschläge nicht als Besserwisserei. Ich steckte doch selbst tief im Loch. Habe aber erlebt, wie sehr es sich lohnt, den schlichten Regeln der Evolution zu folgen. Als Leitschnur.

Dass das nie ganz klappt, ist doch jedem von uns klar. Wir müssen uns hier nicht gegenseitig kränken.  Als Flüchtling aufgewachsen in bitterster Not, im Winter 1946 praktisch tot, kann ich wirklich mitreden. Förderlich meiner körperlichen und charakterlichen Entwicklung waren diesen Zeiten ganz sicher nicht.

Das fröhliche, das erfreuliche an der Geschichte ist doch, dass es überhaupt einen Ausweg gibt. Dass es wirklich goldene Regeln gibt wie z.B. „lauf! Lauf um dein Leben!“ Und dass man beweisbar sein eigenes Leben – wie verpfuscht es bisher auch gewesen sein mag, ob durch persönliche oder gesellschaftliche Umstände – auf den Kopf stellen kann. Wieder neu beginnen kann.

Auch ein Leben von 45ten bis zum 90ten Lj. Ist ein Leben. Die Römer haben das nicht erleben dürfen. Die waren vorher tot. Also bitte: Bleiben wir positiv!

Dass ich den einen oder anderen erreiche, freut mich. Das würde Sie selbstverständlich genauso freuen. Ist ja auch eine Form von Anerkennung. Darf ich?

  • „Kommentar zum 28.09.2017…. wie Krankheit entsteht…. sie haben gerade den Nerv getroffen!  Bin Strunzianer und bin gerade im Jobwechseln mit 48 aus einem sicheren Job heraus in eine Selbstständigkeit.
  • Alles was sie schreiben ist hier perfekt und ich bin mittlerweile schon ganz nah an meinem Hausverstand (am Weg von low zu no carb…. herrlich das Gefühl).
  • Und dann ihr letzter Satz… siehe oben Jobwechsel… werde mir den A… aufreißen, damit MEINE kleine Frau zukünftig weniger arbeitet und meine 4 Kinder in der Glasglocke lieben kann.
  • Danke fürs Anstubsen.

 

Wieder einer erreicht. Wir sind wirklich auf Hilfe unserer Mitmenschen angewiesen. Wie gesagt: Auch ich. Sicher war das ein jüngerer Mann (in meinen Augen). Die ältere Generation schreibt zum gleichen Thema beispielsweise so:

  • „Ist mir schon lange ein Anliegen, Ihnen zu sagen, dass mein Mann und ich jeden Morgen mit viel Freude Ihre News lesen.
  • Sehr spritzig und direkt geschrieben, nicht wie heute üblich nur allgemeines „Gewäsch!“ Weiter so!

 

Dürfte die ältere Generation sein. Meine zum Beispiel. Wir sind empfindlich geworden gegenüber „allgemeinem Gewäsch“.  Ich hab’s lieber auf den Punkt. Auch wenn ich manche von Ihnen damit kränke (ist mir völlig klar. Vorschlag dazu: Und wenn Sie Ihre Einstellung mal hinterfragen? Ich meine: nur mal probehalber??)

 
 

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