William James

15.06.2015
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Psychologe an der Harvard-University. Hatte eine durchweg naturwissenschaftliche Auffassung von Psychologie. Sein Thema die Verknüpfung von Bewusstseinszuständen (Gefühle) und Gehirnzuständen. Eine Trennung von Körper und Geist galt ihm nicht. War für ihn eins. Bemerkenswert damals um 1900.

Ihm verdanken wir den wunderschönen Satz:

„Die größte Revolution unserer Generation ist die Entdeckung, dass wir Menschen – kaum ändern wir unser Denken und Fühlen – auch die äußeren Aspekte unserer Existenz ändern können.“

Kenne Sie ähnlich als: „Nicht die Tatsachen sind entscheidend, sondern Ihre Meinung von, Ihr Umgang mit den Tatsachen.“  Weiß natürlich jeder, der meditiert. Will sagen: Deshalb tun wir‘s ja.

Unterschätzen Sie mir gründlich. Fast alle von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Erschreckend, wenn ich Debatten unserer ganz großen Gehirnforscher in Deutschland lese. Die dann irgendwo verschämt zugeben, dass die sich mit der Meditation auch noch einmal beschäftigen müssen. So mit 70, 80 Jahren… Die also in Wahrheit keine Ahnung haben, wovon sie schwätzen. Ihr Lebetag. Gehirnforscher!

In der Meditation sind Sie bei sich selbst. Wenn Sie wollen, beim Geschöpf Gottes. Jetzt, momentan, im Beta-Zustand, reagieren Sie nur. Das Beiwort „nur“ ist nicht ganz fair: Nur wenn wir auf die Umwelt reagieren, können wir am Leben bleiben. Stimmt soweit. Aber genau das – so sagt man – hebt uns doch ab von der übrigen Welt, uns Menschen: Die einzigartige Möglichkeit, auch bei uns selbst zu sein. Uns selbst zu betrachten. Funktioniert nur, wenn wir das unablässige Reagieren auf die Umwelt abstellen. Nennt man Meditation.

Praktische Anwendung Milton Erickson. „Therapie in Trance“. Bring den Patienten dazu, alles abzuschalten, nur bei sich selbst zu sein, zeig ihm, wie er „sich selbst“ innerlich ändern kann. Und weck ihn wieder auf. Er wird plötzlich auch grausliche Tumorschmerzen nicht mehr spüren. Beispielsweise.

Genau das möchte uns William James mitteilen. Schon vor über 100 Jahren. Ändere dich, innerlich, „the inner attitudes of your mind“, dann ändert sich Dein Leben. Wenn Du das möchtest. Klingt kompliziert. Meditation. Wer’s jetzt nicht kann, der lernt‘s wohl… Drum: Frohbotschaft: Der Satz gilt auch andersherum, lieber Herr James.

Ändere Deinen Körper,

dann änderst Du Deinen Geist.

Klingt sehr viel einfacher. Näher. Menschlicher. Wenn ich nicht schon wieder so idealistische Bilder in mir hätte: Ich sehe Bruce Lee vor mir.  Das meine ich mit Körper. Schmal, leicht, luftig, ausschließlich zähe Ausdauermuskulatur. Hatten Ihre Vorfahren möglicherweise „einfach so“. Gucken Sie sich einmal einen Massai an. Die müssen nicht „trainieren“. Die müssen in keine Mucki-Bude. Die… leben einfach richtig. Genauso wichtig: Die essen einfach richtig. Muss ich jetzt wirklich nicht noch einmal wiederholen.

Ändere Deinen Körper, dann ändert sich Dein Geist. Falls Du  nicht zufrieden bist mit Deinem inneren Genörgele, Deinen depressiven Phasen, Deinen Einschlafschwierigkeiten, Deiner Unzufriedenheit mit – natürlich – den anderen…

Das Rezept ist so einfach wie genial: Ändere Deinen Körper! Nur meine ich: Richtig! Komplett! Auffällig! Wenn Sie so gar keine Vorstellung haben: Gucken Sie noch einmal das Bild des jungen Mannes an in News vom 04.08.14.

 
 
 

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