Wir warten und warten und warten…

02.11.2013
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Bevor Sie weiterlesen: Lehnen Sie sich zurück. Genießen Sie ein Tässchen Tee. Und wahren Sie innerlichen Abstand. Bleiben Sie souverän. Atmen Sie aus! Es folgt ein Artikel aus Blick.ch, also der deutschen Bildzeitung in der Schweiz. Selbst dort weiß man heute Bescheid. Selbst dort hat man offizielle Medizin-Gesellschaften durchschaut und entlarvt. Also los. Aber bitte ganz ruhig bleiben...

Wenn Diabetiker zum Arzt gehen, empfiehlt der ihnen meist eine «ausgewogene» Diät. Was das konkret heißt, steht in der Broschüre "Ernährung bei Diabetes" der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft. Dort erfahren die Patienten, dass sie "zu jeder Hauptmahlzeit eine kohlenhydrathaltige Beilage, wie Brot, Reis oder Teigwaren essen" sollen. Süßigkeiten solle man nach dem Essen "als Dessert einbauen". Ferner solle man sich "bei Fetten zurückhalten". Alles in allem besteht diese Diät zu rund 50 Prozent aus Kohlehydraten, davon bis zu 10 Prozent aus Zucker.

Der Zürcher Arzt Wolfgang Rohner findet das komplett falsch: "Wir lassen Diabetiker Kohlehydrate essen und verschreiben ihnen dann Insulin, das die Glukose umgehend in die Zellen transportieren, wo die Glukose dann in Fett umgewandelt wird. Insulin macht Fett!"

Die Alternative zu Medikamenten und Insulin wäre, den Blutzucker gar nicht erst ansteigen zu lassen. Genau das tun aber die schnell mobilisierbaren Kohlenhydrate wie Zucker, Brot, Teigwaren, Reis und Kartoffeln. Komplex aufgebaute Kohlenhydrate wie etwa Gemüse hingegen werden im Darm viel langsamer aufgeschlüsselt.

Low-Carb-Diäten

Solche Diäten sind als Low-Carb bekannt geworden. Doch Low-Carb Diäten senken nicht nur den unmittelbaren Insulinbedarf, sondern führen meist auch dazu, dass sich die Bauchspeicheldrüse erholt und sich die Insulinproduktion wieder normalisiert. Rohners Patienten können deshalb oft allmählich ganz auf Insulin-Präparate verzichten.

Stefanie Alder von der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft SDG verteidigt deren Diät mit dem Hinweis auf ein Merkblatt der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Dort findet sich eine Studie, wonach die Empfehlungen im Vergleich zur Normaldiät den Blutzuckerspiegel leicht senken. Er bleibt aber auch nach sechs Monaten deutlich über dem Grenzwert.

"Sollten sich die Erkenntnisse von Dr. Rohner bewähren", meint Stephanie Alder, "sind wir überzeugt, dass sie auch in unseren zukünftigen Empfehlungen ihren Niederschlag finden werden." Wir warten.

Zukünftige Empfehlungen. Da werden wir lange warten. Meine Mutter ist jetzt (jetzt!) gestorben. Nicht zukünftig. Das ist jetzt 30 Jahre her. In den letzten 30 Jahren ist nichts passiert. Immer die gleiche Borniertheit von verantwortungslosen Menschen wie… Lesen Sie die Namen der deutschen Fachgesellschaften einfach nach.

 
 
 

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