Wissen gegen Herzeleid

11.11.2016
 

Herzbeschwerden haben wir Menschlein sehr, sehr häufig. Aus den verschiedensten Gründen. Das dumme ist: Regelmäßig bekommen wir dabei Angst aus gutem Grund. Wir wissen zu viel. Wir wissen zu viel Schreckliches. Wir wissen, dass ein Herzinfarkt, dass ein plötzlicher Herztod auf Grund von Rhythmusstörungen durchaus auch sogenannte „Gesunde“ überfallen kann. Also nehmen wir ein Warnsignal wie Herzschmerzen zu Recht ernst.

Nur: Was tut man in der Nacht um 3 Uhr? Genau.

Das dumme an diesen Gedanken ist, dass Sie in der Regel vom Arzt beruhigt werden. Der macht ein EKG, vielleicht sogar Belastungs-EKG und findet nichts. Wenn er korrekt ist, sagt er: Ich kann nichts Pathologisches feststellen. Unkorrekt wäre der Satz (kennen Sie den?): Sie haben nichts. Denn das kann ins Auge gehen.

Beispiel gefällig? Hatte ich Ihnen am 12.02.2007 anschaulich geschildert. Das Thema war Arginin. Ihnen inzwischen ja ein völlig vertrauter Begriff. Damals, 2007, in Deutschland weitgehend unbekannt. Aber hören Sie doch bitte noch einmal zu:

Atemnot und Herzschmerzen kennen viele Menschen. Immer mal wieder. Ob Jung oder Alt. Auch Sie?

So wurde beim Internistenkongress in Wiesbaden über einen 29 Jährigen mit diesem Beschwerdebild berichtet. Der ging natürlich zum Arzt. Auskunft: „ Sie sind gesund. Unsere Herzuntersuchung hat nichts ergeben.“ Sehr hilfreich. Also probierte er Tabletten: Betablocker, Nitrate, Aspirin, Antirheumatika, Calciumantagonisten... ohne jeden Erfolg.

Ein kluger Spezialist kam nach langem Nachdenken und neuen Untersuchungen auf die Lösung: Der junge Mann hatte im Blut zu wenig Arginin. Eine Aminosäure, welche NO produziert und damit Blutgefäße überhaupt erst weit stellt. Auch am Herzen. Genau so funktioniert Viagra anderen Ortes. Argininmangel produziert also schnellen Puls, Atemnot, Angina pectoris. Auch nachts im Bett.

Für diese Erkenntnis gab es 1998 den Medizin-Nobelpreis. Lesen wir Ärzte das nicht?

Aber bleiben wir lieber bei Ihnen, lieber Mitmensch. Kennen Sie Ihren Argininspiegel? Weshalb nicht? Kann man im Blut messen. Vorsorglich. Und falls Sie zu wenig haben, einnehmen. Tun z.B. Hochleistungssportler, Olympiasieger, die damit die Durchblutung ihres Herzens und somit die Leistungsfähigkeit dramatisch steigern. Weshalb Sie nicht? Wie man das praktisch macht, steht in NEWS vom 27.06.06

Arginin ist nicht ein, sondern ist DER entscheidende Faktor, für offene Blutgefäße. Am Herz. Im Gehirn. Im Körper.

Weshalb eigentlich werden Nobelpreise vergeben, wenn diese Tatsachen weithin unbekannt sind und bleiben?

 
 

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