Wo ein Wille ist...

17.02.2012
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Dass man das Drogenproblem eines ganzen Landes schlagartig lösen kann, haben uns die Taliban bewiesen. Wie auch immer die das geschafft haben.

Dass man die Todesursache Nummer eins, die gefährlichste Krankheit dieses Globus, das Übergewicht (laut WHO 2001) besiegen kann, beweist uns die japanische Regierung. Hier nennen wir den Trick:

Immer wieder höre ich Ihnen mit großen Ohren zu, wenn Sie aus Japan, aus Tokio zurückkommen. Und mir berichten, dass Sie "einfach keinen dicken Menschen" gesehen hätten. Soviel Mühe Sie sich auch gegeben hätten. Aus eigener Anschauung weiß, dass in New York oder Los Angeles das Gegenteil der Fall ist: Dort haben Sie große Mühe, einen schlanken Menschen zu sehen. Die Menschheit dort ist nicht dick, sondern fett. Na und?

Stimmt. Jeder nach seiner Fasson. Versuch ich mir immer einzureden.

Die japanische Regierung nicht. Die kennt Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Krankheit. Zwischen Übergewicht und Gesundheitskosten. Und wenn das Geld einfach nicht mehr da ist ... kommt man darauf:

"... im Falle Japan. Dort gibt es ein ähnliches Krankenversicherungssystem wie hier. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen gemeinsam. Ist der Arbeitnehmer übergewichtig, werden diesem ... die entsprechenden Arbeitnehmerbeiträge erhöht."

Die tun das wirklich. Wir in Deutschland reden manchmal darüber. Halten das für sozial ungerecht. Denn dann müsste man ja auch ... genau. Die Japaner scheinen nicht zu debattieren über das: "auch" sondern einfach zu...handeln. Irgendwo muss man mal beginnen.

Mit Erfolg.

PS: Der schnellste, effektivste Weg, sich hier eine dezidierte, ganz persönliche Meinung zu bilden, ist ein Flug mit Air Berlin nach Teneriffa. Auf dem Mittelsitz.

 

 
 
 

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