Worte einer Nobelpreisträgerin

14.06.2012
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Elisabeth Blackburn, Medizinnobelpreis 2009 für Ihre Erforschung der Telomere, also der Schutzkappen an unseren Chromosomen, spricht über Medizin, über Schulmedizin und deren Bemühen sehr vertraut. Sie behauptet, dass in Wahrheit nicht Krankheiten, sondern einfach nur "das Alter" den Tod herbeiführt. Stopp: herbeiführen sollte. So sei es gedacht.
Denn:

"Was meinen wir eigentlich mit dem Wort Krankheit? Es bedeutet verschiedene Dinge: Da sind zum einen die Leiden mit einem klaren Auslöser. Irgendein Bakterium oder Virus befällt uns, hier feiert die Medizin ihre großen Erfolge. Aber zum anderen gibt es Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs oder Altersdiabetes.

Sie entstehen aus dem Organismus selbst und bauen sich über lange Zeit auf. Die Ärzte können heut meist nur helfen mit diesen Leiden zu leben - wenn überhaupt. Denn unsere Medizin blickt zu eng auf die Symptome.

Der Grund für diese Krankheiten ist eben ein allgemeiner: offenbar Versagen körpereigene Reparaturmechanismen."

Und damit meint sie die Reparatur der Telomere. Erinnern Sie sich an den Kölner Professor? News vom 01.06.2009? Dem es einfach zu langweilig wurde, ständig hinter Ihren Krankheiten herzurennen, der sich lieber mit der simplen Frage beschäftigt: Wie krieg ich Sie dazu, länger zu leben? Wie macht man "forever young"? Weil logischerweise ein Mensch, der 100 oder 120 Jahre alt wird, mit 50 eben keinen Herzinfarkt erleidet, mit 60 eben keinen Krebs erlebt usw.

Ein genialer Gedanke. Den wir hier bei der Nobelpreisträgerin wieder finden. Sie meint weiter:

"Die drei großen Killer Krebs, Herz-Kreislaufkrankheiten und Lungenleiden haben eindeutig mit dem Zustand der Telomere zu tun. Um das genauer zu verstehen, haben wir uns mit einer großen amerikanischen Krankenkasse zusammen getan. Gemeinsam durchforsten wir nun die Krankengeschichten und Gewohnheiten von 100 000 Versicherten über 65 Jahre..."

Und warum sie das macht? Weil sie eben begründet glaubt, dass man den menschlichen Stoffwechsel so verbessern kann, dass auch wir "nicht mehr altern". Kennen Sie die Idee? Gab's da nicht mal ein Erfolgsprogramm "forever young"? Von Millionen Deutschen verschlungen? Aber...von wie vielen umgesetzt?

Die Nobelpreisträgerin weiter: Sie studiere jetzt "das ganze Leben zehn Meter unter dem Meeresspiegel." Da fände sie erstaunliche Lebewesen mit unglaublich gut funktionierenden Reparatursystemen.

Also mit mehr Telomerase. Erinnern Sie sich? Vom "man of the year", Prof. Dean Ornish längst bewiesen (News vom 07.04.2010): Sie können dieses Wunderenzym, diesen Reparaturmechanismus um 25 Prozent in Ihrem Körper anheben mit...Bewegung, Ernährung, Denken. Haben Sie das wirklich gründlich durchdacht? Dieses ungeheuerliche Versprechen?

Professor Blackburn weiter auf die Frage ob "höheres Leben, also der Mensch, dem Tod entgegengehe, ob das ein Naturgesetz sei": "Nein. Theoretisch könnten sogar wir Menschen unsterblich sein."

Das sagt die nicht so einfach. Dazu ist die viel zu klug. Eine Gebrauchsanleitung ist uns, jedenfalls Ihnen, liebe Leser, durchaus bekannt.

Fangfrage: Ihre Gene wollen täglich 30 - 40 km laufen. Tun Sie das wirklich? Danke.

 
 
 

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