Wunderwaffe Leucin

29.08.2018
 

Sollten Sie kennen. Eine Aminosäure. Eine von den drei Musketieren, den BCAA. Den verzweigkettigen Aminosäuren. Geheimwaffe jedes Leistungssportlers. Heißt: Sie wissen darüber nicht Bescheid. Na gut. Aber man kann ja zuhören. Weshalb die das schlucken?

Auch wegen des Leucin. Das nämlich

  • stimuliert die Eiweißsynthese
  • verhindert Eiweißabbau (Katabolismus).

Heißt übersetzt: Die Muskeln wachsen und Sie können massiv übertrainieren. Vor Übertraining wird in der Regel abgeraten, weil das Sie nicht mehr anabol (aufbauend), sondern katabol (abbauend) macht. Man baut also im Übertraining  auch seine Muskeln ab.

Haben Sie sich einmal die ästhetischen Gestalten, die Tour de France – Fahrer in der dritten Woche angeguckt? Die bauen ab. Unausweichlich. Übrigens auch die Muskeln. Zum Glück haben die von vorneherein genug. Und Sie?

Interessiert Sie nicht so recht. Leistungssport? Tour de France? Lassen Sie mich in Frieden! Einverstanden. Aber vielleicht interessiert Sie, wie Sie

  • ganz schnell
  • ganz gewaltig
  • abnehmen können.

Da hilft Leucin. Die Entdeckung an Ratten ist ziemlich sensationell.

Da hat man einfach das Leucin in der Nahrung verdoppelt. Heißt für Sie praktisch: In der Regel essen Sie so 10g täglich. Müssten Sie also weitere 10g aus der Apotheke besorgen. Kein Problem. Und was passiert dann?

  • Nach acht Wochen 32% Gewichtsreduktion
  • sowie 25% Fettzell-Reduktion

Alles sehr präzise gemessen. Freilich gab es dabei eine Bedingung: Das glückte nicht bei normaler Kost. Die man für Ratten ja kaufen kann. Das hat nur dann geklappt, wenn die Ratten ausdrücklich mit 60% Fett-Kalorien gefüttert wurden. Ganz wichtig: Die haben also nicht nur diese 60% gegessenes Fett verbrannt, sondern auch ihr eigenes. Nur so kann man die obigen Zahlen erklären.

An dieser Stelle habe ich immer Probleme. Mit der Ketose. Da muss man sehr viel Fett essen. Einverstanden. Dann verbrennt man Fett. Welches? Das gegessene Fett? Das eigene Fett?

Natürlich wurde in dieser Arbeit noch sehr viel mehr gemessen, nämlich der Rückgang von Cholesterin, die Abschwächung des Blutzuckeranstieges und so weiter. Also alles sehr erwünschte Effekte.

Und das alles nur mit einer einzigen kleinen, bescheidenen Aminosäure, genannt Leucin. Ein paar Gramm. Wenn Sie also den Vergleich mit einer Ratte nicht als ganz abseitig empfinden, sollten Sie ´s doch einfach einmal ausprobieren, oder?

 

Quelle: Diabetes 56: 1604, 2007

 
 

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