Zahnarzt-Phobie

03.08.2010
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Gibt es. Sogar extrem. Vielleicht haben Sie auch eine? Wird mir soeben sehr anschaulich und plastisch geschildert:

"Ich hatte seit frühester Kindheit ein Zahnarzt-Trauma und bin daher mein Leben lang nur zum Zahnarzt gegangen wenn es sich überhaupt nicht vermeiden ließ, und auch da nur, wenn quasi mein Mann in der Ausgangstür beim Zahnarzt stand und meine Flucht verhinderte.

Vor jedem Besuch beim Zahnarzt hatte ich Panikattacken, und beim Zahnarzt war ich total angespannt und verkrampft - fast kurz vorm Kollaps".

Kann ich mitfühlen. Nur ist jetzt etwas passiert. Passiert im Leben dieser Dame:

"Jetzt habe ich freiwillig einen Termin für mich ausgemacht. Ich war die ganze Zeit vor dem Termin total entspannt und gelassen. Ich lag auf dem Stuhl und habe mich selbst nicht wieder erkannt - einfach heiter und gelassen. Mein Zahnarzt konnte es kaum glauben..."

Das ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Alltag, aus dem Leben. Die Dame schreibt weiter, dass ihr diese heitere Gelassenheit und innere Zuversicht und Stärke an vielen kleinen Punkten auffällt. Nicht nur bei "dieser banalen Geschichte mit dem Zahnarzt".

Sie könne jetzt mit vielen Dingen ganz fantastisch umgehen, sie sei soviel fröhlicher und zuversichtlicher, habe ein ganz anderes Selbstvertrauen.

Wie man das macht, wissen Sie. Weiß jeder, der regelmäßig diese News liest. Und genauso hat es diese Dame ja auch gemacht. Selbstverständlich vorher kein Wort geglaubt...

Jetzt kommt's: Weshalb ich das extra erwähne? Weil die Dame wirklich krank ist. An MS leidet. Seit Jahren. An Multipler Sklerose. An zunehmender Lähmung. Und sie selbstverständlich verzweifelt war. Wie das jeder von uns wäre. Jetzt aber als PS schreiben kann

"PS: Auch mit meiner Nebenerkrankung MS tut sich einiges ... Wir kommen ganz gut miteinander zurecht und der Platzbedarf der MS hat sich schon gewaltig reduziert."

Verstehen Sie das? Leben ist machbar. Machbar!

 
 
 

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