Zahngesundheit im Leistungssport?

21.01.2015
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Gibt es nicht oder kaum. Ist praktisch unmöglich. Wenn man einmal verstanden hat, dass man an den Zähnen den Gesamtzustand des Menschen ablesen kann. Die simple Frage: Gesund oder krank beantworten kann.

Das ist Zahnärzten schon vor 100 Jahren aufgefallen. Als sie unerwartet mit zahngesunden Völkern zusammen kamen. Mit den Inuit. Aber genauso auch mit anderen Naturvölkern. Sie hatten am 20.5.2013 hier darüber lesen können. 

Leistungssport ist das Gegenteil von naturgesund. Haben wir immer geahnt. Und über die medizinische Betreuung unserer Athleten habe ich oft genug… gelästert. Aus gutem Grund: Ich kann´s ja messen.

Messen!

Das haben inzwischen auch Wissenschaftler, Parodontologe wie Professor Needlemann an der Uni London bemerkt. Der hat einfach einmal 39 Studien ausgewertet, die sich mit den Zähnen von Leistungssportlern befassten. Publiziert im British Journal of Sports Medicine 2014. Resultat: Leistungssportler litten

  • Zu 75% unter Zahnproblemen
  • Zu 15% an Zahnfleischerkrankungen
  • Zu 85% hatten sie Zahnschmelzprobleme

Professor Needlemann erklärt dies klipp und klar mit der Ernährung der Sportler. Wären wir wieder beim Punkt. Wer viel leistet, wer Übermäßiges leistet, wer ständig unter Stress steht (Manager, Leistungssportler), braucht NEM. Ob er das nun möchte oder nicht.

Professor Needleman philosophiert über die – leider – kohlenhydratreiche Kost der Sportler. Welche das Wachstum von Bakterien fördert, die Karies auslösen. Außerdem vermutet er, dass viele Athleten unter Essstörungen leiden, die ja ein bekannter Risikofaktor für Zahnerkrankungen seien. Interessant: Gleichgültig, ob die Sportler aus eher armen oder eher reichen Ländern kamen:

„Schlechte Zähne hatten sie überall“

Das muss so sein. Denn: Vermehrte Anforderungen (Stress) bei nicht ausreichend kompensierender Ernährung? Muss schief gehen. Tut es auch. Wer einmal – es gibt so Zahnärzte – eine Parodontitis, also Zahnfleischentzündung in wenigen Tagen mit Orthomolar geheilt hat, der weiß Bescheid. Überzeugender geht es nicht. In dieser Arbeit fällt ein bemerkenswerter Satz, so ganz am Schluss: 

„Zahngesundheit ist ein bestimmender Faktor der Lebensqualität“

Stimmt. Können Sie, kann auch ich bestätigen.

 
 
 

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