Zu einseitig?

22.01.2018
 

Zum Thema Kohlenhydrate gibt es einen Klassiker. Das Gebetbuch. Die Bibel. Nämlich „ Leben ohne Brot“ von Dr. Wolfgang Lutz.

Das selbstverständlich kaum jemand von Ihnen durchgelesen hat. Wahrscheinlich niemand. Aber mitreden…..mitreden können Sie alle. Immer wieder erstaunlich.

Dr. Lutz hat in außerordentlicher Klarheit und mit erkennbar redlichem Anstand zum Thema geschrieben. Sehr wohl selbstkritisch. Kam dabei auf Gedanken, die sich auch mir täglich aufdrängen.

    Ein Patient mit Myelofibrose. Also Verkümmerung des Knochenmarkes. Damit kaum noch Blutbildung. Ein schlimmer Zustand.

 

    Die Schulmedizin ist selbstverständlich (selbstverständlich!) hilflos. Weiß nicht, woher das kommt, weiß nicht, was man tun sollte, probiert diese oder jene Tabletten.

 

Auch diesem Patienten werde ich genetisch korrekte Kost verordnen. Also Verzicht auf Zucker und Mehl. Zumindest in Gedanken wird der sich fragen: „ Was hat das mit meinem Knochenmark zu tun? Mit meiner Erkrankung?“. Der Gedanke ist mir auch nicht fremd. Aber hören wir doch zum Thema Dr. Lutz, der all solche Fragen längst vorausgeahnt hat.

    „Es ist mir vorgeworfen worden, ich steckte für meine kohlenhydratarme Diät ein viel zu breites Indikationsgebiet ab. Diesen Eindruck habe ich selbst oft gehabt. Ich bin mir manchmal etwas komisch vorgekommen, wenn ich innerhalb einer einzigen Familie der Tochter, die zu dick war, dieselbe kohlenhydratarme Diät verordnete, wie dem Vater, der einen hohen Blutdruck hatte, oder der Mutter mit Durchfällen.

 

    Aber diese „Superindikation“ liegt eben in der Natur der Sache: Sie liegt in der Vorstellung, dass die Kohlenhydrate ganz allgemein krank machen, dass sie mehr oder weniger alle unsere Zivilisationskrankheiten verursachen und dass man immer damit beginnen muss, diese grundlegende Störung auszuschalten.

 

Heißt übersetzt: An welcher Störung auch immer, an welcher Krankheit auch immer Sie leiden, Sie tun in jedem Fall richtig daran, möglichst viele Schwachstellen auszumerzen. Dem Körper möglichst viel Energie zuzuführen, damit er …..sich selbst heilen kann. Der Grundgedanke der neuen Medizin, der Epigenetik.

Wenn der Mensch, wenn wir Ärzte endlich einmal verstehen würden, dass jede Heilung wirklich nur Selbstheilung sein kann, dass niemals ein Pharmamedikament Heilung bringen kann, dann wird uns dieser Grundgedanke von Dr. Lutz klar.

Beseitige möglichst viel Schädliches. Dann kann der Körper sich erholen und hat mehr Energie zur Verfügung, um die bestehende Krankheit zu heilen. Selbst zu heilen!

    Nehmen Sie Asthma. Entzündung der Luftwege. Wenn ein Mensch an Entzündung leidet, wird er so dumm sein, tagtäglich noch zusätzlich Entzündung in seinen Körper hineinzuschaufeln.

 

    Was er tut, wenn er Kohlenhydrate isst. Kaum lässt er die weg, kann der Körper sich mit der – leider bestehenden – eigenen Entzündung in den Bronchien beschäftigen.

 

    Und hat eine viel bessere Chance, das Asthma zu heilen. Was er dann auch tut. Beweis? Mein Sohn.

 

Fazit: Manche Bücher sollte man wirklich lesen. Ich meine durchlesen. Sie würden staunen, wie lieb, wie anständig, wie ehrlich ein Arzt formulieren kann. Nämlich dieser (mir vor Jahrzehnten äußerst suspekte) Dr. Lutz. Ich hab mich bei ihm längst innerlich entschuldigt.

 
 

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