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Zucker? Fett? Nein… Aminosäuren!

25.05.2020 | Strunz
 

Neu. Ganz neu. Veröffentlicht 2020. Behandelt wird hier eine zentrale Frage. Es geht um Gesundheit und Wohlergehen ganzer Völker. Präziser: Es geht um Ihre Blutgefäße. Dahinter steht natürlich die häufigste Todesursache auch in Deutschland: Herzinfarkt, Schlaganfall und so weiter.

Dass Dilemma beginnt ja schon in frühester Jugend. Mit wachsender Besorgnis registrieren wir Übergewicht, einen erhöhten BMI schon bei Jugendlichen, Heranwachsenden (WHO, 2016). Weshalb Besorgnis? Weil man bei steigendem BMI, zunehmenden Übergewicht zuverlässig Entzündungsfaktoren im Blut findet (Entzündungsfaktor CRP, kennen Sie).

Und diese Entzündung im Blut führt, wie Sie wissen, zu beschädigten Blutgefäßen mit den wohlbekannten Folgen.


Sie wissen, wie das funktioniert: Entzündung, also freie Radikale beschädigt die Innenseite der Blutgefäße, schlägt Kerben in die sonst Teflon-glatte Oberfläche, in diesen Kerben kann sich dann LDL-Cholesterin und Lipoprotein (a) ablagern. Folgen leider unvermeidlich.


Wieso führt Übergewicht zu Entzündung im Blut (Ellulu 2017)? Da haben wir uns konzentriert auf Kohlenhydrate und den Fettstoffwechsel als Schuldige. Und fangen gerade erst an,


die Rolle der Aminosäuren


bei diesem Prozess, dem Gesundheitskiller Nummer 1, zu untersuchen (Newgard 2017, Gancheva 2018).

AMINOSÄUREN?

Ergebnis kann ich Ihnen in einem Satz zusammenfassen: Ein Mangel an (bestimmten) Aminosäuren führt zu Entzündung im Blut. Ist also (auch?? Wird sich herausstellen) ein Grund für die zunehmende Arteriosklerose in der deutschen Bevölkerung. Bereits 18-jährige (frag ich immer nach dem BMI) zeigen ja Kalkablagerungen in der Halsschlagader…


Hat sich nicht einmal ein prominenter Münchner Herzchirurg darüber beschwert, dass er jetzt – für ihn neu und überraschend – so sehr viel ganz junge Patienten hätte? Sie wissen schon, Stent, Bypass und so weiter.


Aminosäuren also? Der Mangel an? Die neue Arbeit von 2020 stellt fest


  • Methionin würde Entzündung bekämpfen. Die zuständigen Enzyme werden benannt.
  • Isoleucin, eine der drei BCAA, bekämpft Entzündung. Entsprechende Signalwege werden benannt.
  • Tryptophan hat eine kritische, entscheidende Rolle bei der Dämpfung bei der Entzündung. Die verschiedenen Wirkungsweisen werden benannt.

Das elegante an der Studie: Hier wurden 218 übergewichtige Jugendliche 15 Jahre lang verfolgt. Gemessen BMI und – jetzt kommt ´s – Urinproben. Man konnte nämlich zeigen, dass Abbauprodukte im Urin mit dem Serumwerten von Aminosäuren korrelierten. Und stellt daher fest:


In Zukunft könnte eine Messung im Urin die Messung im Blutserum ersetzen.


Ein Fazit dieser Studie: „In großangelegten Studien hat man gezeigt, dass die verstärkte Entzündung im Blut von übergewichtigen Jugendlichen auch ein erhöhtes Risiko für zukünftige Herz-/Kreislauferkrankungen darstellt. Daher könnten in Zukunft die Messung der Aminosäuren, deren Mangel mit einer stärkeren Entzündung verknüpft ist, als BIOMARKER dienen.

Heißt: Man könnte rechtzeitig ein späteres Risiko festhalten, warnen und möglicherweise… beeinflussen.

Beeinflussen? Womit? Meine Güte: Mit der Ernährung natürlich. Wir erinnern uns wieder an Professor Hippokrates.

PS: Zwar geben wir allgemeine Ratschläge wie proteinreiche Kost, tun dies aber nicht blind. Auch wir messen. Wir bestimmen Ihr Aminogramm, finden mögliche Defizite und korrigieren die. Neu für Sie:


Aminosäuren
schützen auch vor Herzinfarkt.


Quelle: nature.com/scientificreports (2020) 10:6399 I https://doi.org/10.1038/s41598-020-63313-z

 
 

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