Zweierlei Maß

29.01.2014
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In deutschen Arztpraxen sind Vitamine überflüssig oder gefährlich, sind die Tabletten der Pharmaindustrie notwendig und gesund. Sie ahnen, dass dieser plakative Satz stimmt. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Aber darauf basiert nun einmal die Schulmedizin. Das werden Sie und ich in unserer Lebenszeit nicht mehr ändern. 

Dumm wird die Geschichte erst, wenn Sie verstanden haben. Wenn Sie am eigenen Leibe erlebt haben, wer hier recht hat und dann – als Patient – persönlich nachweisliche Ignoranz erleiden müssen. Tja. Da erinnere ich mich immer an R. Sprenger 

„Du kannst entweder Recht behalten oder glücklich leben.“

Dazu passt die Mail eines erfahrenen Patienten (Herz). Der soeben die zwei Schrottstudien über Omega 3 und Prostatakrebs gelesen hatte und dann schreibt:

„Ich möchte der Süddeutschen und den Anderen die Frage stellen, ob sie denn nicht wissen, dass speziell bei den Eskimos (Inuits) der hohe Omega 3-Gehalt im Blut zu einem Massensterben an Prostatakrebs geführt haben soll. Würde deutlich klar machen, was das für ein Unsinn sein muss.

Schlimm ist aber, dass so etwas schnell in den deutschen Arztpraxen übernommen wird. Aktuell dazu ein Beispiel zum Thema Ferritin: Auf meine Bitte, mir einen Termin für eine Eisen-Infusion zu geben, die Arzthelferin (!) "Nach Rücksprache mit der Ärztin haben Sie genug Eisen im Blut. Ihr Wert liegt innerhalb der Norm, und die reicht von 15 bis 400 ng. Sie brauchen keine Infusionen". 

(Erinnern Sie sich? 15 ist schwerkrank. Soeben an Sportlerinnen bewiesen. Weiß die Ärztin halt nicht.)

Oder zu Dekristol: "Haben Sie denn einen Vit D Mangel? Da muss ich erst die Ärztin fragen“.... Und noch einer zu Homocystein (vom Chefarzt Kardiologie): „Lassen Sie das einfach so. Versuchen Sie bloß nicht, das mit Folsäure und B 12 zu senken. Da gibt es eine Studie aus ..., danach führt das zu Krebserkrankungen". Und dann zitiert er auch noch irgendein Land, aus dem die bekannte "Schrottstudie" gar nicht stammt. Ich finde das sehr, sehr traurig, wie da verfahren wird. 

Die Beispiele ließen sich unendlich fortsetzen, und wir haben sicher nicht die schlechtesten Ärzte ausgewählt. 

Gehört habe ich noch nie (ausdrücklich noch nie) in einer Arztpraxis auch nur annähernd negative Aussagen zu einem der "Standardmedikamente". Zu den Statinen müsste doch gefragt werden: Wissen Sie, ob die bei Ihnen helfen, und kennen Sie die Nebenwirkungen? Ihre Cholesterinwerte liegen doch in der Norm. Und achten Sie unbedingt auf Ihren Q10-Spiegel im Blut. Oder zu ASS: Kennen Sie die Nebenwirkungen? Hilft Ihnen das wirklich?

Einfach nur schlimm.“

Selbstverständlich werden solche Gespräche in 10 bis 15 Jahren immer noch geführt. Glauben Sie, dass ein fast allmächtiger Wirtschaftszweig wie die Chemie, die Pharmaindustrie einfach so zu existieren aufhört? Selbstverständlich nicht. Was also tun? Ganz einfach: Gesunder Egoismus. Kümmern Sie sich um sich selbst. Werden Sie wach, bleiben Sie wach, und erleben Sie (erleben Sie!) die Tatsache, dass die Natur uns Lebewesen 47 essentielle Substanzen mitgegeben hat. Wer die anreichert, indem er zum Beispiel auf 72 % Müll verzichtet, wer die automatisch anreichert, wird automatisch mehr Freude in seinem Leben haben.

Meine Rehe sind der tägliche Beweis.

 
 
 

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