Forum: Ernährung - Autophagie und Ketose

 
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renate a. 15 Kommentare Angemeldet am: 15.02.2021

Ich nehme an, BHB ist Betahydroybuttersäure, also ein Keton.

Der letzte Satz; Robert, leuchtet mir ein, die Ketonkörper sind ja dazu da, verstoffwechselt und nicht ausgeschieden zu werden.

Mit meinem laienhaften Verstand leite ich ab, dass sich bei kurzzeitigem Fasten Glucosestoffwechsel und Fettstoffwechsel überlagern - das eine nimmt ab, das andere zu. Wenn man abnimmt, also Fett loswird, muss dieses ja in irgendetwas umgebaut werden (es verdunstet ja nicht :) ).

Nimmt man wieder Nahrung zu sich - ich esse auch Kohlenhydrate, aber keinen Industriezucker - dann kehrt sich der Prozess wieder um.

Auf alle Fälle, danke!

Robert K. 3804 Kommentare Angemeldet am: 14.01.2017

Hallo Renate,

also wenn man wirklich einen dauerhaft flexiblen Stoffwechsel hat, kommt man aus der Ketose ja so gut wie nicht mehr raus. Es sei denn, man isst doch mal eine große Portion Nudeln mit 1-2 Stück Kuchen. Oder so 2 Stück Kuchen, der mit Zucker gebacken wurde. Zucker haut einen schnell aus der Ketose, Glukose eher nicht so schnell.

Dann ist es so, dass Autophagie auch gar nicht so einfach zu messen ist. Ja, man kann diverse Genausprägungen messen, aber sehr aufwendig und nur indirekt.

Wer sich aber auch viel mit dem Thema beschäftigt hat, ist Mike Mutzel. Und er hat idR auch Studien zu seinen Sätzen...ich habe diese aber grad nicht parat. Er hat mal einen Vortrag darüber gehalten, dass man im Rahmen einer gesunden Low Carb Ernährung immer dann die Autophagie anstößt, wenn man Sport macht. Und man geht davon aus, dass man nach einem 16h fasten auch die Autophagie anstößt. Länger fasten ist für schlanke Menschen auch nicht sinnvoll, siehe die Studien im Fastenkompass. Denn man kann nicht beliebig viel Energie zu einem Zeitpunkt aus den Fettreserven abrufen...logisch, auch dort arbeiten Enzyme.

Und Ketonkörper im Urin messe ich bei mir schon seit Jahren nicht mehr, dh die sind nicht mehr sichtbar. Aber ich habe immer einen Spiegel von BHB im Blut von 0.2 bis 1.5 mmol BHB. Also Urintests zeigen vor allem am Anfang der Umstellung an, dass der Körper mit BHB nix anfangen kann und mit dem Urin ausspült. Das ändert sich, wenn die Gewebe BHB verwenden...würde ja auch keinen Sinn machen...oder wir wären längst ausgestorben.

Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage.

VG,

Robert

Christian B. 85 Kommentare Angemeldet am: 24.05.2020

Die "Selbstverdauung" des Körpers setzt immer bei Nahrungsmangel ein. Daher sollte man Essenspausen einplanen.

Das hat aber nichts direkt mit Ketose zu tun bzw. mit messbaren Ketonkörper im Urin. 

renate a. 15 Kommentare Angemeldet am: 15.02.2021

Ich bin mir darüber im Klaren, dass beim Intervallfasten (16/8 und 20/4) irgendwann die Autophagie einsetzt. Bei der Ketose bin ich mir da nicht so sicher. Es wird immer wieder behauptet, dass Ketonkörper auch beim Intervallfasten gebildet würden. Allerdings setzt die echte Ketose erst nach 3 bis 5 Tagen Fasten ein und das zeigen dann die Ketose-Sticks auch an. Davor sind nicht mal Spuren von Ketonkörpern im Urin zu finden.

Wie ist das zu verstehen? Schreibt da einer vom anderen Unsinn ab?

Vielleicht kann mich jemand aufklären.

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