Immer, wenn ich etwas besonders Bedrückendes, ein besonders trauriges medizinisches Fakt lese, denke ich schon fast automatisch: Welche Riesenchance für uns. Denn wenn man etwas besonders Falsches mit Leichtigkeit korrigieren kann, hat man ja, leicht einsehbar, sehr schnellen Gewinn.

Ich spreche soeben vom wichtigsten Vitamin. Vom Vitamin D.

Welches in den letzten zwei Jahren ja zunehmend Aufmerksamkeit erfährt. Ich hatte Ihnen ja mehrfach schon berichtet.

Die 2008 publizierte nationale Verzehrstudie II hat wieder einmal bewiesen, dass

91 % der Frauen
82% der Männer


nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Denn: Männer nehmen im Schnitt 116 IE, Frauen nur 88 IE Vitamin D zu sich. Sogar die DGE empfiehlt minimal 200 IE, für Senioren 400 IE. Und möchte dieses Jahr den empfohlenen Wert auf 800 IE hochsetzen.

Der Dachverband Osteologie (DVO) empfiehlt zur Vermeidung der Volkskrankheit Osteoporose sogar 800 - 2.000 IE Vitamin D täglich.

Vitamin D ist entscheidend für Ihr Immunsystem, für die Krebsabwehr, für die Herzgesundheit. Lesen Sie in den älteren News nach. Mich fasziniert insbesondere die Entdeckung, dass Vitamin D den Diabetes Typ I verhindert. Und zwar sicher verhindert (finnische Studie).

Das Vitamin D also Autoimmunkrankheiten verhindert, möglicherweise heilt. Sie haben ja über den Therapieerfolg bei der multiplen Sklerose gelesen. Sie erleben in meiner Praxis, dass ich Ihnen bei Rheuma oder bei Hashimoto (Autoimmunkrankheit der Schilddrüse) versuche, mit Vitamin D zu helfen.

Selbstverständlich mit völlig anderen Dosen. 10.000, ja 15.000 IE als Stoßtherapie sind hier völlig normal. Normal, weil wir, wie Sie wissen, messen. Wir haben uns das Raten abgewöhnt. Wir messen. Und seither weiß ich, dass ich persönlich 5.000 bis 6.000 IE Vitamin D täglich brauche. Gemessen!

Wieder einmal erweist sich die Schulmedizin als Ratemedizin, als Resignationsmedizin. Wenn Vitamin D das wichtigste Vitamin sein soll, dann sollte doch bei jeder Arztbegegnung dieser eine zentrale Wert auch gemessen werden. Oder?

Wie hoch ist Ihr Vitamin-D-Spiegel?