Ist Heuschnupfen heilbar?
Als Arzt würde ich die Frage zögerlich bejahen. Wir haben heute so unendlich viele Medikamente gegen Allergie, gegen Heuschnupfen, beginnend mit Antihistaminika bis hin zu Cortison. Gespritzt. Patienten … einigermaßen zufrieden.
Tja. Fragt sich nur, wie lange. Der Erfolg ist in aller Regel immer nur vorübergehend. Im nächsten Frühjahr, bei der nächsten Haselnussblüte geht alles wieder von vorne los. Allergie scheint etwas ganz Vertracktes zu sein.
Hab auch ich als ganz praktischer Arzt zur Kenntnis nehmen müssen. Bis, ja bis ich mich einmal mit Eskimos, Kongo-Bewohnern, Australiern, kurz und gut mit Ureinwohnern beschäftigt habe.
Die, wenn ich Albert Schweitzer glaube, solche Krankheiten bis hin zum Krebs einfach nicht kennen.
Das kann man übrigens – feiner Gedanke – ein bisschen näher definieren: keine chronischen Krankheiten. Akut krank, vorübergehend, wird wohl jeder einmal. Aber chronisch? Das Wort heißt nämlich nichts anderes als
Für uns Ärzte nicht heilbar. NICHT HEILBAR! Deshalb nämlich chronisch … denn Mühe geben wir uns.
Als ich also aufgewacht war als Arzt, so ab 1990, bin ich einmal sehr, sehr erschrocken. Verstummt, habe mich fürchterlich geschämt. Als SIE mir erzählt haben:
- Ernährung umgestellt auf genetisch korrekte Kost
- Mein Heuschnupfen ist zu 95% verschwunden – nach 25 Jahren mit heftigsten Beschwerden bis hin zu Asthmaanfällen spektakulär
- Ekzeme: bisher nicht mehr aufgetreten nach zuvor jahrelanger Cortison-Creme
- Achillessehnenbeschwerden – zum ersten Mal völlig beschwerdefrei
- Stress im Büro – perlt von mir ab
- Ich grinse breit vor lauter Glück
Da nennt sich jemand geheilt von einer chronischen – also für uns Ärzte unheilbaren – Krankheit, nämlich Heuschnupfen (25 Jahre!!!) und Ekzeme (wohl Psoriasis).
Hat mich sehr betroffen gemacht. Denn genau damit – mit Allergie, Asthma, Psoriasis – wurde mein Sohn geboren. Und ich, der Doktor, der Neunmalkluge, stand jahrelang hilflos daneben.
Jeder von Ihnen, der Kinder großgezogen hat, weiß, wie man leidet, wenn das Kind jahrelang, tagtäglich, stündlich hochrote, rissige, aufgeplatzte, eiternde Hände vorweist, weil jeder Kontakt mit der Welt der Haut schadet. Grauslich.
Und ich wusste damals nicht, was die glückliche Patientin oben entdeckt hat: einfach genetisch korrekt ernähren. Hieße - in diesem Fall - übrigens auch auf Milchprodukte verzichten.
Unvergessen: Damals haben wir wilde Tiere einfach kaum einfangen können, geschweige denn sie zu melken. Soviel zu Milchprodukten. Muss ich jedes Mal den Kopf schütteln … auch über mich.
P.S.: Erklärt mir übrigens, weshalb mein Sohnemann, auch ein Dr. Strunz, heute nachweislich und mich täglich beeindruckend so sehr viel tiefer über Leben, Herkunft, konkret über Unterbewusstsein, Archetypen nachdenkt als ich das je getan habe. Wissen Sie weshalb? Der hat gelitten. Viel mehr gelitten. Seit Geburt. Der hat´s einfach … schwerer gehabt. Das prägt. Auch das Denken.