Im Anschluss an die News von letzter Woche zum Thema Granatapfelsaft schauen wir uns diese Woche eine Studie zu Nattokinase an. Das Team um Yiguang Lin hat in Summe 1062 Teilnehmer rekrutiert, die ein schlechtes Blutfettprofil besaßen und von denen 683 mit Arteriosklerose diagnostiziert wurden. Diesen Teilnehmerkreis hat man in mehrere Gruppen aufgeteilt, um gleichzeitig herauszufinden, in welcher Dosis Nattokinase angewendet werden sollte. Also schauen wir uns einmal das Ergebnis nach 12 Monaten im Detail an:
Die Tabelle gibt in Prozent an, bei wie vielen Teilnehmern sich eine Verbesserung (Improvement) hat messen lassen, wenn die Teilnehmer über die 12 Monate 10.800 FU Nattokinase am Tag zu sich genommen haben. Auf die Dosis kommen wir gleich noch zu sprechen. Man erkennt an den Prozentzahlen ganz rechts, dass sich eine beachtlich hohe Verbesserung beim Cholesterin, den Triglyceriden, dem LDL, dem HDL wie auch bei zwei Messwerten zur Arteriosklerose hat messen lassen. Immerhin hat sich bei 77 Prozent der Teilnehmer die Dicke der Intima-Media in der Halsschlagader (CCA-IMT) verringert, bei 66 Prozent hat sich die Größe der Ablagerungen verringert (CPS). Schauen wir hier noch einmal genauer hin:
Die Größe der Ablagerungen hat sich bei den 683 Teilnehmern im Durchschnitt um 36 Prozent verringert, die Dicke der Intima-Media in der Halsschlagader um 21 Prozent.
Doch ein wichtiger Punkt zur Dosierung: In einer Untergruppe von 61 Teilnehmern, die Nattokinase nur mit 3600 FU dosiert haben, fand man nur eine sehr geringe Verbesserung. Neben dieser Frage zur Dosierung hat man in der Studie noch festgestellt, dass eine gleichzeitige Gabe von Vitamin K2 sich positiv verstärkend auswirkt. Auch die zusätzliche Gabe von Aspirin (100mg) hat sich in einer Untergruppe von 96 Teilnehmern als positiv gezeigt.
Was nehmen wir mit?
Wir haben hier mit der Nattokinase ein Enzym aus einem Lebensmittel, welches zweifelsfrei Ablagerungen in der Halsschlagader zurückbilden kann. In Kombination mit Vitamin K2 sogar noch effektiver und ich ergänze mal frei: Zusammen mit einer orthomolekularen Versorgung mit Vitalstoffen. Und wir wollen den Granatapfelsaft auch nicht vergessen, den ich in der letzten News vorgestellt habe. Spannend für mich: In diesen Studien haben die Teilnehmer keine Änderung ihrer Ernährung vorgenommen. Interessant wäre es, diesen Effekt in Kombination mit einer Low Carb- Ernährung zu sehen. Aber ich finde es enorm spannend, dass man mit recht einfach verfügbaren Lebensmitteln bzw. einem Nahrungsergänzungsmittel solch positive Effekte erreichen kann.
Quelle:
Effective management of atherosclerosis progress and hyperlipidemia with nattokinase: A clinical study with 1,062 participants, Yiguang Lin et al., 2022, DOI: 10.3389/fcvm.2022.964977