Wir wissen, dass der Mensch so jung oder so alt ist wie seine Blutgefäße. Und dass dies selbstverständlich auch die Gefäße im Gehirn betrifft. Werden die alt, verlieren die ihre Elastizität, werden die starr, verkalken die, dann …wird der Mensch eine leere Hülle. Wer das im Familienkreis miterlebt hat, weiß, von ich spreche.

Wir haben gelernt, dass man das verhindern kann. Indem man die Gefäße mechanisch beansprucht. Täglich. Nannte man früher Jagen, nennt man heute Sport. Wie das funktioniert, haben Sie gelernt. Doch fehlt bei der Erklärung noch ein ganz entscheidender Gesichtspunkt, nämlich

Die Stammzelle

Denn die Zellen an der Innenseite Ihrer Blutgefäße, die ständig beschädigt werden (z. B. durch Rauchen), sollten ja tunlichst erneuert werden. Regenerieren. Immer wieder jung werden und damit das Gefäße jung bleiben lassen. Erinnern Sie sich an den Regenwurm im ersten Frühlingsschauer? Genau so!

Für diese Regeneration haben wir die Stammzellen. Aus dem Knochenmark. Sind ursprünglich da zur Wiederherstellung aller Körperzellen. Denn zunächst sind die neutral, werden beispielsweise erst dann zur Herzmuskelzelle, wenn sie am Zielorgan, dem Herzen angelangt sind.

Ist nun die Innenseite Ihrer Blutgefäße geschädigt oder zerstört, kann sie regenerieren durch das Einwandern und Anlagern von Stammzellen. Wie bei einer Wundheilung.

Also hätten Sie bitte gern möglichst viele dieser Stammzellen, dieser neuen, frischen Zellen im Blute herumschwimmen, und damit zur Verfügung zur Reparatur Ihrer Blutgefäße.

Möglichst viele. Wie macht man das? Gutes Zureden? Mal immer wieder mit zwei Fingern auf das Brustbein klopfen?

Oh nein. Die peinliche Wahrheit: Es geht ganz einfach. Sie müssen sich nur anstrengen. Körperlich anstrengen. Sport treiben. Fitnesstraining.

  • Der bekannte Prof. Laufs (erinnern Sie sich? Telomere?) konnte belegen, dass ein ein-monatiges Fitnesstraining die Anzahl der im Blut zirkulierenden Stammzellen bei Patienten mit Gefäßschädigung sogar verdoppeln kann.
  • Bezeichnenderweise führt gerade intensivere Belastung bei 80% der Maximalleistung (da müssen Sie ganz schön schnaufen) zu höheren Werten an Stammzellen als niedrigere Belastung bei 60% der Maximalleistung (so wird meistens gejoggt).
  • Interessant: Überlastungen wie ein Marathonlauf sind eine Überdosis. Die zirkulierenden Stammzellen fallen fast bis auf einen absoluten Tiefpunkt. Für einige Tage.

Fazit: Sport produziert mehr Stammzellen im Körper. Die reparieren die Innenseite Ihrer Blutgefäße. Kommt hinzu, dass die mechanische Belastung (Pulswelle) durch Sport NO in den Gefäßwänden freisetzt, welches die Blutgefäße weit stellt. Elastisch hält. Ablagerung von Cholesterin verhindert.

Gibt es irgendein Medikament, gibt es irgendein Mittel auf dieser Welt, das Blutgefäße und damit den Menschen besser verjüngt als Sport? Nein, gibt es nicht.

Dennoch werden Milliarden Dollar für Statine ausgegeben. Für ASS. Für Stents. Für Gefäßchirurgen. Heißt: Viele, viele Menschen sind glücklich, verdienen Geld an und kümmern sich um Menschen, die …keinen Sport treiben.

Mal nachgedacht? Wer ist wohl glücklicher? Der Mensch, der soeben bei aufgehender Sonne durch den Wald joggt oder …der auf der Liege festgeschnallt gerade in den OP gerollt wird?

Sie haben die Wahl. Laufen Sie um Ihr Leben!

Quelle: Erneut das vorzügliche Buch von Prof. Halle „Jung bleiben“. Seite 97. Wo er sich auf Prof. Laufs bezieht.