Der Verzehr zu vieler einfach aufgebauter Kohlenhydrate ist das größte Gesundheitsproblem weltweit. Mittlerweile gibt es etliche Erkenntnisse, dass fast jede chronische Erkrankung durch genau diese Kohlenhydrate ausgelöst wird. Sie bringen das Darmmikrobiom durcheinander, führen zu Insulinresistenz, zur mitochondrialen Dysfunktion und zu chronischen Entzündungsreaktionen.


Warum der Mensch keinen Schutzmechanismus besitzt


Über den Geschmack stellen wir den Nährstoffgehalt von Nahrungsmitteln fest. Ein gutes Stück Rindfleisch eines artgerecht gehaltenen Tieres schmeckt so gut, weil es voller wichtiger Proteine, Fette und sogar Vitamine und Mineralstoffe steckt. An Rindfleisch können wir uns nicht überessen. Irgendwann sind wir satt und wir wollen keinen weiteren Bissen.

Ganz anders sieht es mit Kartoffelchips aus. Sie schmecken zwar auch irgendwie gut, aber das liegt nicht an ihrem Nährstoffgehalt, sondern an den Geschmacksstoffen, die dem Gehirn einen Nährstoffgehalt vortäuschen. Außerdem weisen sie ein ganz bestimmtes Verhältnis von Fetten zu Kohlenhydraten auf. Von Kartoffelchips wird man nicht satt. Unser Gehirn versteht nicht, dass die Kombination aus Kohlenhydraten und Fetten, wie sie in Kartoffelchips vorkommen, für uns nicht gesund sind.

Gleiches gilt für den Verzehr von Süßigkeiten, Backwaren, Pasta, Softdrinks und anderen einfach aufgebauten Kohlenhydraten. Das Gehirn versteht ihren Nährstoffgehalt nicht. Eigentlich müsste man doch denken, dass der Körper einen Schutzmechanismus hat, der uns Menschen vor dem Verzehr zu vieler einfach aufgebauter Kohlenhydrate schützt, schließlich machen sie krank.


Wissenschaftliche Versuche zeigen das Dilemma


Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass Menschen sehr gut darin sind, den Nährstoffgehalt von Fetten abzuschätzen. Ganz anders sieht es bei der Mischung aus Kohlenhydraten und Fetten oder Kohlenhydraten allein aus. Die Versuchsteilnehmer verschätzten sich total. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass einfach aufgebaute Kohlenhydrate nicht zu unseren natürlichen Nahrungsmitteln gehören. Unsere Gehirne reagieren nicht adäquat auf sie. Unsere Gehirne senden kein Sättigungssignal. Sie wollen sogar immer mehr, obwohl der Organismus davon krank wird. Unsere Gehirne verstehen Kohlenhydrate nicht.


Was lehrt uns das?


Mit einfach aufgebauten Kohlenhydraten kann der menschliche Körper nicht umgehen. Sie sind für die Ernährung nicht vorgesehen.

Quelle: DiFeliceantonio AG, Coppin G, Rigoux L, et al. Supra-Additive Effects of Combining Fat and Carbohydrate on Food Reward. Cell Metab. 2018;28(1):33-44.e3.


Über die Autorin:


"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.

Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:

„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"