Sie kennen das wunderschöne Bild von der Ameise und dem Adler. Von uns Ameisen, die wir uns täglich abstrampeln, uns emsig bemühen, tätig sind, und schwere Lasten schleppen voller Plag. Ameisen eben.

Würden wir einmal kurz innehalten (Meditation?), nach oben blicken (nach innen?), dann könnten wir vielleicht einen Adler sehen. Der da oben schwerelos dahin gleitet auf der Kraft des Windes. Die Arbeit leistet also nicht er, sondern „etwas anderes“. Und hat sichtbar Erfolg: Ein Albatros kann mühelos tausend Kilometer am Stück durchschweben. Können Sie das auch?

In meinen Seminaren hab` ich von Adlern gesprochen. Sie wissen inzwischen: Dr. Strunz spricht und belehrt penetrant nur von und über Dinge, die er persönlich erlebt oder gemessen hat. Fast immer. Wie kann er dann über Adler sprechen, seit 1990?


Weil er 1989 angefangen hat zu leben. Sie ahnen. Weil er in diesem Jahr sämtliche fünf existierende Ironman plus den Ultraman Hawaii… als Adler erlebt hat.

Und immer wieder stolz betont: drei Mal in seiner Altersklasse Erster war. Kein Zufall! Und in seiner Altersklasse damals Weltbestzeit beim abschließenden Marathon gerannt ist. 3:10h.


Weshalb ich mit solchen Zahlen immer wieder „angebe“? Weil ich etwas erreichen möchte. Weil ich in Ihnen den Gedanken aufkeimen lassen möchte: „Vielleicht weiß der wirklich was, vielleicht kennt der sich aus? Vielleicht sollte ich ihm zuhören, vertrauen?“


Ach du meine Güte, Ihr „vielleicht“! Immer die gleiche Geisteshaltung. Der hat´s doch bereits bewiesen, der Dr. Strunz. Der muss doch wissen, weshalb glauben Sie ihm nicht einfach uneingeschränkt?


Ihr Leben bleibt eben oft ein „vielleicht“. Kennen Sie das unheimliche Geheimnis, die Unbesiegbarkeit von wahrhaft Gläubigen? Sie dürfen ruhig an den arabischen Raum denken: die kennen kein vielleicht. Die wissen. Zutiefst innerlich.

Adler war ich tatsächlich wenige Momente meines Lebens. Ziemlich oft in diesen Wettkämpfen. Ich hatte darüber geschrieben. Geschrieben über


das Gefühl absoluter Unverwundbarkeit. Losgelöst von Molesten des Körpers, von Anstrengung, Schweiß und Tränen weit da oben zu fliegen. Getragen vom Winde. Den ganzen Wettkampf.


Nennt man, wie Sie ja wissen, Flow. Verdanken wir Mihály Csíkszentmihályi. Hatte ich viel früher mit glühenden Ohren gelesen. Und hab erst beim Ironman Neuseeland, meinem ersten, begriffen, worum es geht.

Abzuheben wie ein Adler. Eins zu werden mit der Tätigkeit und der Natur. Völlig aufzugehen in der Aufgabe. Das Geheimnis jeden Gewinners auf dieser Welt.

Täuschen Sie sich nicht: Auch ein Trump hat schon vor Jahrzehnten davon gewusst.

Freilich, freilich: Im Seminar hab ich mich stets vorsichtiger geäußert. Hab von mir als FLUGAMEISE gesprochen. Also einer emsig arbeitenden, sich abstrampelnden Ameise, die sich ein kleines bisschen erhebt, sich kurz in die Lüfte schwingt. Immerhin.

Tatsächlich interessiert Sie doch mein bisheriges Gerede gar nicht. Sie wollen wissen: wie werde ich ein Adler?

Einverstanden.

Meines Wissens bin ich der erste Mensch, der nicht wie Csíkszentmihályi auf das Wunder des „Flow“, das er wundervoll beschrieben hat, warten musste, sondern der aufgezeigt hat, wie man Flow MACHEN kann. Einschalten kann. Jeder von Ihnen. Sie müssen ´s nur tun. Wir sind voll beim Thema. In Kürze


  • Sie brauchen optimales Blut. Verstehen Sie inzwischen. Besonders wichtig Aminogramm, Vitamin D, Zink, Ferritin…
  • Sie brauchen den idealen Körper. Mit Ischias jedenfalls werden Sie kein Adler. Also einen Körper, ausdauernd und kraftvoll. Stellen Sie sich einen Bergbauern vor.
  • Sie brauchen der Fähigkeit, sich auf einen Punkt konzentrieren zu können. Die Kunst der entspannten Konzentration (nachlesen). Erreicht man durch Meditation.
  • Und dann braucht es einen Auslöser. Eine stärkere Anforderung an Sie, ob nun körperlich (Wettkampf) oder geistig (8-stündige Operation).

Das war ´s. So macht man Flow. Nachdem Hochleistungssportler in aller Regel meditieren, sich zu fokussieren lernen, verstehen Sie, weshalb man im sportlichen Ausdauerwettkampf häufig genug in den „Flow“ rutscht. Aber das passiert selbstverständlich auch fitten Chirurgen, fitten (!!!) Dirigenten, übrigens auch fitten (!) Ärzten, die morgens um 7 mit der Praxis beginnen, und um 11.30 Uhr jäh aufschrecken: Wie spät ist es? Ach du meine Güte. Vom ganzen Vormittag „nichts gemerkt haben“.

Ein göttlicher Zustand. Flow. So wundervoll beschrieben von Ayerton Senna, dem Unvergesslichen (News vom 12.09.2011).

Nun gut. Bleiben wir bescheiden. Flugameise ist auch ein Ziel.