Dank Dr. med Bret Scher bin ich auf die Studie von Joan Sabaté aufmerksam geworden, in der man erneut untersucht hat, ob sich der Konsum von Eiern auf die Alzheimer-Erkrankung auswirkt. Dafür hat man in Summe die Daten von 39.498 Teilnehmern ausgewertet. Alle Teilnehmer waren bei der zweiten Untersuchung über 65 Jahre alt und die zweite Auswertung erfolgte 15 Jahre später. In den 15 Jahren sind 2858 Personen mit Alzheimer diagnostiziert worden. Hier das Ergebnis:
Auf der X-Achse wird der Verzehr von Eiern in Gramm pro Tag abgetragen und auf der Y-Achse sehen wir das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Das Risiko war demnach am höchsten, wenn man gar keine Eier gegessen hat und wird immer geringer, je mehr Eier man am Tag zu sich genommen hat. Dieses Ergebnis hatten wir bereits in der Studie aus dem Jahr 2024 gesehen (11.02.2025) und bekommen es nun bestätigt, wobei auch hier der Hinweis gilt: Es ist nur eine epidemiologische Auswertung, daher liegt kein Beweis vor, sondern nur ein Verdacht.
Was an dieser neuen Studie jedoch extrem spannend ist: Der Blick in die Daten! Wenn ich mir die Gruppe anschaue, die angegeben hat, keine Eier zu essen, dann finde ich dort den:
- höchsten Anteil an lebenslangen Nichtrauchern
- höchsten Anteil an sportlicher Betätigung
- geringsten Anteil an Alkoholkonsum
- geringsten Anteil an Bluthochdruck
- mit Abstand geringsten Verzehr von Fleisch
- höchsten Konsum von Früchten
- höchsten Konsum von Vollkorn
- höchsten Konsum von Hülsenfrüchten
Also „eigentlich“ ist das exakt die Vorgabe unserer deutschen Gesellschaft für Ernährung wie auch bis Ende des Jahres 2025 die der USA.
Was nehmen wir mit?
Der Verzehr von Eiern scheint erneut vor dem Auftreten von Alzheimer zu schützen, und wenn man die weiteren angeblich so gesunden Faktoren mit berücksichtigt, viel stärker als es über die Zahlen zum Risiko allein dargestellt wird. Das könnte daran liegen, dass Eier ein hervorragender Lieferant für Cholin und bioverfügbare Aminosäuren sind, oder eben auch, dass Eier schlichtweg ein echtes „Superfood“ sind, da sie uns auch mit Mineralien wie Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Phosphor, Eisen, Jod, Kalzium, Kalium und Magnesium versorgen. Dazu das essentielle Vitamin B12 und auch Vitamin A wie auch Vitamin D. Und das Thema mit Cholesterin haben wir ja bereits ausgiebig korrigiert ( News vom 25.05.2023).
Quelle:
Egg Intake and the Incidence of Alzheimer’s Disease in the Adventist Health Study-2 Cohort Linked with Medicare Data, Joan Sabaté et al., 2026, DOI: 10.1016/j.tjnut.2026.101541