03.09.2014
Hallo Simone,
ich habe leider ähnliche Erfahrungen gemacht. Nachdem mir meine Hausärztin gesagt hat, dass mein erhöhter TSH-Wert auf eine Überfunktion schließen lässt und mir gegen meine Stimmungsprobleme und Müdigkeit ein knallhartes Psychopharmakon verschrieben hat, habe ich in dieser Praxis die Segel gestrichen. Ein Psychotherapeut meinte dann, ich hätte doch nichts im Kopf, sondern vermutlich was mit den Hormonen. Er hat mir interessante Bücher empfohlen, über die ich zu Aminosäuren, Herrn Dr. Strunz, Sport, Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel & Co. und auch zu einem orthomolekularmedizinisch inspirierten Arzt gefunden habe und siehe da - es ging mir zunehmend besser. Ich konnte wieder klar denken, die Watte im Kopf war weg, die ständige Erschöpfung überwunden. Was für ein neues Lebensgefühl!!
Aber ja - es ist schwer, einen Arzt zu finden, bei dem man das Gefühl hat, speziell mit Hashimoto gut aufgehoben zu sein. Ich bin inzwischen bei einer Privatpraxis und hoffe, die Investition lohnt sich. Sicher gibt es auch gute Heilpraktiker. Leider bleibt man als Kassenpatient zumindest auf einem großen Teil der Kosten sitzen, insbesondere bei solchen speziellen diagnostischen Verfahren, welche weder Finanzamt noch Kasse anerkennen.
Ich wünsch Dir viel Kraft, Simone. Mir hat geholfen, mich zunächst auf das zu konzentrieren, was ich selbst beeinflussen kann. Da gibt es zahlreiche Ansatzpunkte, an denen du schrittweise arbeiten kannst. Wenn du dich hier im Forum umschaust, gibt es viele Beiträge, die hilfreich sein können. Und das Buch von Dr. Kharazzian wird dir sicher eine Menge Erklärungen und Anregungen zum Umgang mit Hashimoto geben können.
Schöne Grüße
Kirsten