15.10.2020
Man muss sich tatsächlich ein wenig mit den epidemiologischen Funden, nennen wir es mal, beschäftigen.
Das Problem ist, dass zu viele Pseudowissenschaftler damit "rumprinzen", als hätten sie irgendwas bewiesen. NEIN...falsch! Es wurde nix bewiesen!
Was diese Untersuchungen, denn ich würde es nicht Studie nennen, liefern ist: Einen Verdacht.
Selbst wenn die Korrelation "perfekt" 1.0 ist. Sie liefern einen Verdacht. Nicht mehr, nicht weniger. Dieser Verdacht MUSS bewiesen werden per klinischer Studie, im besten Fall doppelblind. Dann und nur dann hat man einen Beweis.
G.Taubes hat neulich ein tolles Beispiel zur HRT (HormonersatzTherapie) geliefert. Die epidemiologischen Untersuchungen legten nahe, dass sich durch HRT das Brustkrebsrisiko drittelt. Whow...toll. Wurde auch über die Jahre verfolgt...und wieder whow...toll. 1/3...dann kam die klinische Studie und fand das exakte Gegenteil heraus. Nicht nur gab es keine Reduktion...das Risiko stieg sogar. Exakt das gleiche ist ja generell bei den großen Cholesterinstudien passiert...steht alles in meinem Buch ;-)
VG,
Robert
PS: Wenn Epidemiologie wirklich gut gemacht ist, liefert sie einen Verdacht. Wenn Sie schlecht gemacht ist, liefert sie das, was man sehen will.