Liebe Nike,
als junge Frau hatte ich genau das gleiche Problem wie du.
Während stressiger Phasen, z.B. sechswöchiges ganztägiges Großpraktikum an der Uni, abends eigentlich immer überfressen, zugenommen, Akne aufgeblüht.
Dem Zunehmen auch durch sehr viel Sport vorgebeugt.
Ich habe das damals für rein psychisch gehalten, im Nachhinein denke ich, es war eine Kombi aus Nährstoffmangel (eiweißarme Vollkorndiät), Kohlenhydratsucht (die Darmflora fordert dann, was sie gewöhnt ist) und Stress und Sport, beides erhöht ja den Makro- und Mikro-Nährstoffbedarf.
Irgendwie hat es sich dann normalisiert, ich wog aber jahrzehntelang immer mehr als ich wollte und habe schleichend zugenommen.
Mit Anfang 50 kamen dann heftige Darmprobleme und ich habe mich wieder mit Ernährung beschäftigt. LowCarb bis Keto, endlich mal genug Eiweiß und gutes tierisches Fett haben psychisch und körperlich geholfen und ich habe im Verlauf von 2 Jahren die 10 überflüssigen kg verloren, ohne bewußt Kalorien zu sparen.
Meine Tipps bei Stress (und auch sonst) sind: Die meisten Tiere und auch der Mensch essen so lange, bis der Eiweißbedarf gedeckt ist. Also mit Fleisch, Fisch, Eiern dazu Gemüse mit Butter oder Salat mit Sahne oder Olivenöl richtig sattessen. Das verringert die Anfälligkeit für Fressanfälle enorm. Nach einem 300g-Entrecôte mit Kräuterbutter oder drei größeren Fleischklößchen mit Sahne- oder Tomatensauce und einem großen bunten Salat brauche ich nichts weiter zu essen.
Bei Stress mit (viel!) Magnesium ergänzen.
Andere Entspannungsmöglichkeiten nutzen: Musik hören, Tanzen, Spazierengehen, mit netten Menschen kommunizieren, Meditation ...
Auch sonst fehlende Nährstoffe ergänzen: Vitamin D. vor allem im Winter. Wir nehmen 5000 IU von Oktober bis März. Im Sommer bin ich viel draußen.
Viel Erfolg!
Uli