Besten Dank für die Antworten! Sicher habe Ihr recht, zu viel Eiweiß. Fett war wohl nicht zu wenig. Ich dachte immer, es geht dabei um das Verhältnis von Eiweiß zu Fett und zu KH. Also 20 bis 25 % zu 65 bis 80 % und schließlich zu 5 bis 10 %. So habe ich das irgendwo gelesen. Trotz allem: Als ich 2012 schon einmal eine Eiweiß-Diät gemacht habe, faktisch vor allem, aber nicht nur, Eiweiß gegessen hatte, ging es mir beim Laufen saugut. Warum, wenn ich Eurer Meinung nach jetzt zu viel Eiweiß hatte, lief es diesmal nicht?
Ich bin ein sehr erfahrener Läufer und vor dem "Keto-Test" hatte ich null Probleme auch mit Drei-Stunden-Läufen. Die bin ich in den letzten JAhren zwar relativ selten gelaufen, aber zwischen zwei und zweieinhalb Stunden jede Woche einen, jedenfalls in der Regel. Ich laufe auch ziemlich leicht und mühelos und das auch die Berge und Hügel sehr gern hinauf. Die Zehn Kilometer laufe ich noch, lief ich vor kurzem noch relativ deutlich unter vierzig Minuten. Meine Bestzeit über Marathon liegt bei 2:39 h, allerdings ist das schon eine wirkliche Weile her. Trotz allem fühle ich mich tagsüber gut, nur beim Laufen will es nicht so recht klappen.
Ich war immer ein Nüchtern-Läufer, bin also, wenn es ging und es ging sehr oft, sehr früh auf nüchternen Magen gelaufen, hatte aber insgesamt, so meine EInschätzung, immer zu wenig Eiweiß in der Ernährung. Damals wog ich, bei 180 cm, 66 bis 68 Kilogramm. Heute baue ich auch richtig Muskulatur auf, auch am Oberkörper, was ich früher nun wirklich nicht hatte, daher wohl auch die Kilos mehr, die ich heute habe. Ich mache kaum Kraftsport, bis auf bauch und Rücken, und ich übe täglich morgens die 12 Brokate, eine Shaolinübung, die sehr wenig Raum, wenig Bewegung braucht, aber sagenhaft viel Kraft und Muskulatur bringt. Auch dafür soll man viel essen, was ich eigentlich gar nicht so gerne tue.
Jetzt überlege ich schon wieder: Wie soll ich jetzt weiterhin essen? Viel Eiweiß oder wieder Ketose oder was? DIe Ernährung von Dr. Strunz ist sicher keine Ketose, sondern eiweißreich. Er verteidigt seine Theorie und ich finde sie nachvollziehbar. Wie soll ich denn nun?
Es gibt insgesamt sehr gegenteilige Meinungen zu Ketose und Sport, gerade Ausdauersport. Eine australische Ernährungswissenscjhaftlerin und wohl auch noch Sportwissenschaftlerin, deren Name mir jetzt entfallen ist, ist strikt gegen ketogene Ernährung im Sport eingestellt, weil das sehr viel Nachteile, mehr Nachteile als Vorteile mit sich brächte. Bei mir scheint, soweit ich das einschätzen kann, der größte nachteil zu sein, dass der Spaß am Laufen verlorengeht. Zudem, habe ich gelesen, benötigt die Regenration länger. Nun meine ich aber nicht, wieder viele Kohlenhydrate einzuschieben. Getreide und dergleichen esse ich selbst schon Jahre faktisch nicht mehr, nur Obst und Gemüse und Honig. Hier, bei Obst und Honig, habe ich es allerdings gelegentlich krachen lassen. Das ist aber auch vorbei.
Soll ich nun wieder den Versuch in die Ketose starten oder soll ich nicht? Ist die Ketose eine DAuerernährung oder doch nur Therapie? Ich bin nicht krank, glaube ich und sehr schlank, aber zur Zeit auf der Laufstrecke nicht wiederzuerkennen. Zurzeit bin ich etwas ratlos. Da ich heute etwas spät aus der Hose gekommen bin, starte ich jetzt gleich, also gegen 11:30 Uhr Normalzeit, meinen Morgenlauf und werde sehen, was die gestrige Eiweißesserei so gebracht hat.
Ich werde versuchen, mich zukünftig etwas kürzer zu fassen!