01.06.2025
Hallo Thorsten,
und was machst du dann mit dem Rest vom Schinken und von der Leberwurst?
Ich finde es gut, dass du dieses Thema ansprichst. Denn auch in diesem Forum, wo weitgehend Einigkeit herrscht über die Notwendigkeit von tierischem Eiweiß und allen Nährstoffen, die mit dabei sind, ist Schweinefleisch bei vielen verpönt und Schiken, Bacon, Wurst, bei den meisten.
Bacon, auch Bio-Bacon oder Bio-Nürnberger-Bratwürste haben einen Nutriscore von E, also das Schlimmste. Und Bio-Dinkelmehl (630) hat A, 1:3-Gelierzucker C und sogar Kokosblütenzucker hat D, alles besser als Bacon???
Die einzige Zahl, mit der ich aufwarten kann: Wenn man jeden Tag 50 g "processed meat", also eben Bacon, Schinken oder Wurst isst, erhöht sich das Darmkrebsrisiko um 20% . Nämlich von 0,5% auf 0,6%. Nicht besonders beängstigend, finde ich.
Wenn man Schweinefleisch isst, was passiert dann mit dem Rest des Tiers? Ins Hundefutter? Ab nach China (Schweinsfüße)? Die bessere und die traditionelle Möglichkeit ist Nose to Tail, also das ganze Tier verarbeiten und essen. Wird heute auf dem Land häufig noch praktiziert. Auch in Italien (die gute mediterrane Ernährung!).
Und mit dem ganzen Tier hat man auch alle Nährstoffe: Leberwurst mit Leber, dem natürlichen Multivitamin, Sülze, Gelatine: Kollagen für die Gelenke! Und was spricht gegen Blutwurst? All die Nährstoffe und Mineralstoffe aus dem Blut!
Bleibt natürlich die Frage nach der Verarbeitung - gegen die traditionell dürfte eigentlich nicht viel sprechen. Aber die industriell hergestellten, da könnte doch Problematisches drin sein ...
Ich esse öfter mal 2 Streifen Bacon zu Spiegel- oder Rührei, schön knusprig gebraten. Und Salami oder Frühstücksknacker sind praktisch für unterwegs. Und Bratwurst und Blutwurst gebraten zum Sauerkraut, lecker.
LG Uli