30.01.2025
Interessante Tabelle, Ole.
Leider wird dabei aber nicht berücksichtigt, dass Pflanzen an Omega 3 nur ALA liefern, gebraucht wird aber EPA und DHA, die aus ALA erst umgewandelt werden müssen, wozu Menschen mehr oder weniger gut in der Lage sind. Wenn viel Omega 6 konsumiert wird, was bei normaler Ernährung heutzutage in der Regel der Fall ist, wird es noch schiweriger. Zudem werden Öle m.E. viel zu positiv bewertet: Sobald die Fettsäuren bei der Ölgewinnung mit Sauerstoff in Berührung kommen, fangen sie an zu oxidieren. Selbst bei "omega safe"-Ölen: Sobald die Flaschen offen sind, oxidieren sie und das zugesetzte Vitamin E wird verbraucht. Das liegt in der Natur dieser hoch ungesättigten und hoch reaktiven Öle.
Das beste ist also immer noch Fisch: Mit Hering, Lachs, Makrele und Sardine, Thunfisch kann man mit kleinen oder normalen Portionen den Omega 3-Bedarf gut decken. Zweimal die Woch reicht. Für Omega 6 gilt: Es gibt eigentlich keinen Mangel. Wenig bekannt ist auch, dass sie bei einem Anteil von über 4% der Kalorien toxisch werden (siehe Jaminet: The perfect health Diet). Ich meide hoch ungesättigte Pflanzenöle fast vollständig.
Interessant ist, dass Schwein, Rind und Milchprodukte ein gutes Verhältnis aufweisen. Und da sind die ungesättigten Fettsäuren mit gesättigten und Eiweiß zusammen. Und gesättigte Fettsäuren sind - im Gegensatz zur immer noch weit verbreiteten Ansicht - gute Fett- und Energiequellen, stabil und ohne Auswirkung auf den Insulinspiegel.
Butter ist gut. :) Schweineschmalz ungünstig - Da würde mich interessieren, wie das bei Schweinen wäre, die nicht rein vom Acker, also mit Omega 6-lastigem Getreide und Soja ernährt werden. Aber in Deutschland gibt es ja leider keine Weideschweine.
Andere tierische Fette werden gar nicht erwähnt. Außer uns isst das wohl auch kaum einer. Nachdem mein (selbst ausgelassener) Weide-Rindertalg alle ist, nehme ich nun Gänseschmalz zum Braten und Kochen. Von unserer Weihnachtsgans und anderen: Die Gänselieferantin, fragte, ob ich noch Gänseschmalz haben will. Wenn nicht würde sie es den Tieren geben. Also an die Hühner verfüttern.
Überhaupt lese ich gerne in historischen Kochbüchern: Das älteste aus der Barockzeit, das von meiner Mutter von 1953 und ein sehr gutes, ausführliches von 1976: Da gibt es kaum ein Gericht, das nicht mit Butter, Rahm oder Eigelb verfeinert wird.
Welch eine Nährstofffülle veglichen mit den heute so hoch gelobten veganen Alternativen.
Winterliche Grüße
Uli