18.05.2018
Hi Gundula,
schön, dich wieder im Forum zu haben 
"Frage, ob es unbedingt Fischöl sein muss (hauptsächlich EPA/DHA), oder ob auch spezielle Algen als Omega3-Lieferant genommen werden können."
Meine Ansicht ist folgende:
Omega 3 bezeichnet eine ganze Klasse von Fetten/Ölen bzw. Fettsäuren. Die für uns wichtigen sind EPA und DHA, es gibt aber auch noch weitere. EPA und DHA sind für den Menschen streng genommen nicht essentiell, da der menschliche Körper sie aus ALA (alpha-Linolensäure) synthetisieren kann. Allerdings ist die Synthese- bzw. Unwandungsrate so gering, dass eine angemessene Versorgung auf diesem Wege kaum erreicht werden kann. Daher sollten EPA und DHA in ausreichender Menge mit der Nahrung zugeführt werden.
Wir brauchen also nicht nur einfach eine Omega 3 Quelle sondern spezifisch eine Quelle für EPA und DHA. Ob die nun aus Fisch, Krill, Algen, Fermentern o.Ä. stammen dürfte dabei egal sein. An den einzelnen Molekülen hängt ja kein Etikett dran, an dem der Körper die Herkunft erkennen kann (tierisch, pflanzlich, synthetisch).
So gesehen spricht nichts gegen Omega 3 aus Algen, wenn der Anteil EPA und DHA ausreichend hoch ist. Die Angabe von lediglich des Omega 3 Fettanteils sagt darüber aber noch nichts aus (betrifft alle Omega 3 Pärparate in gleicher Weise).
Marine Omega 3 Quellen stehen permanent latent unter dem Vorwurf/Verdacht der Schwermetallbelastung (dürfte Meeresalgen genauso betreffen, wie Seefisch). Da könnten Algen aus Zuchtanlagen oder Eier entsprechend gefütterter Hühner eine echte Alternative darstellen.
Olli Kahn hatte schon recht, als er sagte "Wir brauchen Eier"; aber bitte die richtigen 
LG,
Thorsten