24.05.2017
Hallo,
Ich mache gerade eine Weiterbildung zur Ernährungsberaterin (bin Molekularbiologin). Mich stört dabei, dass die ganze low Carb/more protein Bewegung nur gestreift wird und wenn, dann schnell mit negativen Auswirkungen assoziiert wird.Aber dann kann ich ja Ihre Bücher noch parallel lesen, Herr Strunz ;) Das vorab.
Ja, viel Protein kann die Nieren belasten und das sieht man dann eventuell ganz gut an der Haut, die zu Hilfe genommen wird und dann unreiner ist.
Jetzt ging es darum, dass Osteoporose gefördert wird. Hab ich also recherchiert und hier in einem 2016 Newsletter gefunden:
"Ganz wichtig: Es gibt Stimmen, die diese erhöhte Kalziumausscheidung im Urin nach eiweißreicher Ernährung negativ deuten. Als ob der Körper durch Eiweiß Kalzium verlieren würde. Das Gegenteil ist der Fall (Am J Clin Nut 2003; 78:584 S)."
hier mal eine neuere Studie:
J Nutr. 2011 Mar;141(3):391-7. doi: 10.3945/jn.110.129361. Epub 2011 Jan 19.
A diet high in meat protein and potential renal acid load increases fractional calcium absorption and urinary calcium excretion without affecting markers of bone resorption or formation in postmenopausal women.
Cao JJ1, Johnson LK, Hunt JR.
Das Problem mit Studien im medizinischen Bereich ist einfach, eine wirklich gute statistische Aussage treffen zu können. Man braucht eigentlich extrem vviele Probanden, um den statistischen Fehler zu minimieren, der dadurch entsteht, dass Menschen sich in vielen Parametern unterscheiden und nicht nur in dem untersuchten.
Ja, die gepostete Studie sind ziehmlich wenig Probanden. Und ja, ein Negativ-Effekt ist zumindest nicht gefunden wurden. Aber auch nicht gleich ein positiver, mehr IGF ja, aber ob das das eigentliche Problem löst, nämlich, dass Östrogen ein Schlüsselhormon im Knochenmetabolismus ist. ??
https://www.youtube.com/watch?v=Ux7xsXihQnY
https://www.youtube.com/watch?v=c5tc01WFYks&index=9&list=PLqdggDEsirUGU8O0uXnf9SQqYwlHX7oga
VG
Doreen