Zu kurz gedacht, Lukas.
Natürlich kommt es Schlußendlich auf die Kalorien-/Energiebilanz an; wenn man den Menschen als offenes thermodynamisches System sieht und die Zuflüsse und Abflüsse der Energie und Massenströme bilanziert (was im Detail gar nicht so trivial ist).
Aber(!), man sollte auf jeden Fall die Wirkung verschiedener Kalorienlieferanten beachten. Aus Eiweiß kann der Körper z.B. so ziemlich alles bauen (Energie, Zellen, Proteine, etc.) nur kein Fett. Fett ist schon Fett und kann unter bestimmten Umständen ohne große Umwege gleich eingelagert werden. Glukose/Stärke ist selten das Problem. Aber Fruchtzucker wird parktisch ausnamslos in der Leber verstoffwechselt und in Fett umgewandelt und eingelagert.
Das fatale an der Geschichte ist, dass dieses eingelagerte Fett dem Körper erst mal nicht mehr als Energie zur Verfügung steht. Der Körper also um diesen Energiebetrag die (Stoffwechsel)Aktivität reduzieren muss/will. Sprich, der Körper fährt seinen Energieumsatz herunter, obwohl eigentlich genügend Energie aufgenommen wurde. So kann dann auch ein vermeintliches Kaloriendefizit trotzdem zu einer weiteren Gewichtszunahme führen.
Es kommt ganz entscheidend darauf an, was man isst; und dann erst darauf, wie und wieviel man isst.
Eine sehr anschauliche Erklärung liefert z.B. das Video "The Complete Skinny on Obesity" von Dr. Robert Lustig auf Youtube:
3:00-4:00 (!!)13:00-16:30
20:00-
23:00-26:10 (!!)
(das ganze Video ist sehenswert und liefert eine Menge Wissen, Erkenntnis und Input)
LG,
Thorsten