Forum: Ernährung - Viel Protein
Hallo Uliginosa, neulich trackte ich mal mein Essen. An dem Tag nahm ich 330g Eiweiß zu mir, allein am Abend waren es 75g. Ich würde sagen, auf Dauer wäre das zu viel;)
Leider kann man den Spiegel-Artikel gar nicht lesen, ohne zu zahlen.
Sk, das sind wirklich wichtige Unterschiede zwischen Mäusen/Ratten und Menschen. Aber wenn man mich einsperren würde bei unbegrenzter Kost, würde ich wahrscheinlich auch fressen, aus Langeweile.
Was mich auch nervt, wenn immer vor zu viel Eiweiß gewarnt wird. Was ist denn zuviel? Wer isst denn zuviel? Die deutsche Durchschnittsesserin mit Haferflocken, Brötchen, Nudeln, Pizza wahrscheinlich noch weniger als ihr Mann.
Im Buch "Eat like the animals" wird erklärt, dass eigentlich alle Tiere - auch Menshen - so lange fressen, bis sie ihren Eiweißbedarf gedeckt haben. Wenn also die Nahrung nur einen geringen Eiweißanteil hat, wird mehr gefressen.
Aus eigener Erfahrung kann ich das bestätigen: Als junge Frau war ich fresssüchtig, bei quasivegetarischer Vollwert/Vollkornernährung. Und dachte, mit meiner Psyche stimmt etwas nicht.
Nein, meiner Psyche geht es echt gut, wenn mein Körper sich an Eiweiß und Fett (Fleisch, Fisch, Gemüse, Salat mit Butter/Sahne/Olivenöl) richtig satt essen konnte. Musste über 50 werden, um das festzustellen.
Jetzt versuche ich entsprechend den Empfehlungen von Don Layman bei der ersten und der letzten Mahlzeit auf mindestens 30 g Eiweß zu kommen, damit nicht nur die Leber, sondern auch die Muskeln etwas davon haben. Da ich nur selten mehr als 2 Mahlzeiten esse, komme ich nur manchmal über 1g/kg Körpergewicht, was für ältere und Sportler empfohlen wird.
VG an einem verregneten FrühlingsSonntag
Uli
Hallo Lena,
@ SK : Wieso Ratten? Es ist doch offenbar von Mäusen und Fruchtfliegen die Rede !
Ob Mäuse oder Ratten beide neigen dazu, sich zu überfressen, wenn man ihnen
genug Nahrung zur Verfügung stellt.
Und die genannten Tiere sind alles keine Menschen.
Sie sind beliebte Forschungsobjekte, weil ihre Lebenszyklen klein sind und man
deshalb prima an ihnen forschen kann, aber ob die Ergebnisse auf Menschenüber
tragbar sind, ist unbekannt.
2 Beispiele:
Ratten/Mäuse können Vitamin C selbst herstellen, der Mensch kann das nicht.
Ihm fehlt das Enzym L-Gulonolactonoxidase, um Glucose in Vitamin C wandeln
zu können.
Beipsiel 2:
Ratten/Mäuse können die Omega3-Fettsäure ALA in DHA, EPA wandeln.
Der Mensch kann das zwar auch, aber nur in sehr geringem Masse,
weshalb der Mansch auf marine Omega3-Fettsäuren angewiesen ist.
Jahrelang dachte man, Leinöl reicht (ALA). Aber das hat sich als falsch erwiesen.
Viele Grüße
SK
Hallo Greg,
Claude hat in seinen 3 Posts lediglich zitiert! Dagegen darfst Du natürlich argumentieren. Aber stattdessen antwortest Du:
„Ich hoffe nur, dass du jetzt vernüftig und wissenschaftlich nachvollziehbar argumentieren kannst. Sonst muss und werde ich dir antworten, dass du auch einer dieser Narren bist, die irgenwas lesen, nicht tiefer recherchieren und sich mit solchen Posts hier profilieren wollen. Bin schon gespannt wie ein Flitzebogen was von DIR jetzt kommt... “ (12.04.2026)
Er ist wahrscheinlich kein Wissenschaftler, aber er könnte jetzt einfach den Spieß umdrehen und dasselbe an Dich gerichtet zurückgeben.
Passend hierzu von edubily (heute Morgen gelesen). Ausdauersportler haben anscheinend demnach einen sehr hohen Eiweißbedarf (1,65-1,83 Gramm pro KG Gewicht). (Ausdauersportler wird hier definiert als 20 KM Lauf / Tag)
Während deiner Ausdauersporteinheit kommt es zu einer wichtigen Anpassung im Flüssigkeitssystem. Hormone leiten eine Erweiterung des Plasmavolumens ein, um den Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen und Wärme zu regulieren.
Die Konsequenz: Die Leber muss mehr Albumin (Protein!) produzieren, um den kolloidosmotischen Druck auf dem neuen, höheren Niveau zu stabilisieren. Das kann nur dann funktionieren, wenn genug Aminosäuren als Bausteine zur Verfügung stehen.1
Gleichzeitig verbrennt der Körper bei langen Belastungen im Ausdauersport Aminosäuren direkt als Energiequelle und nach der Sporteinheit fällt die Reparatur verschiedener Körperproteine, z. B. in Muskulatur oder Darm an.
Wer dauerhaft zu wenig Protein zuführt, gefährdet deshalb die Fähigkeit des Körpers, diesen Regelkreis aufrechtzuerhalten. Die richtige Verpflegung mit Kohlenhydraten und Proteinen unmittelbar nach dem Sport ist eine effektive Strategie, um den Albumingehalt im Plasma und das Blutvolumen in den folgenden Stunden anzuheben.
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Abgeleitet aus methodisch fehleranfälligen Stickstoffbilanzstudien galten Zufuhrmengen in Höhe von 1,2–1,4 g Protein pro kg Körpergewicht pro Tag lange als ausreichend für Ausdauersportler. Berechnungen mit modernen Verfahren (Indicator Amino Acid Oxidation) kommen jedoch zu anderen Ergebnissen. Hier zeigen Wissenschaftler, dass der Proteinbedarf von Ausdauertrainierten bei einem 20-km-Lauf mit 1,65–1,83 g pro kg Körpergewicht pro Tag deutlich höher liegt.2 Im Alltag bedeutet das, dass Protein bewusst über den Tag verteilt eingeplant werden sollte. Geeignet sind eiweißreiche Mahlzeiten und Snacks wie Joghurt, Hülsenfrüchte, Eier, Fisch oder auch ein Proteinshake nach intensiven Einheiten. So lässt sich die Regeneration gezielt unterstützen und der erhöhte Bedarf praktikabel decken. |
Wer hat denn den Spiegel Artikel gelesen ? Einfach so drauflos wettern, ohne ihn gelesen zu haben? Das ist ja wohl auch nicht lege artis! Ich hoffe auf erklärende Worte von Kyra Kauffmann oder Robert Krug!
@ SK : Wieso Ratten? Es ist doch offenbar von Mäusen und Fruchtfliegen die Rede !
mTOR ... AMPK
Ying ... Yang
Irgendjemand hier (oder war es bei edubily?)hat mir das mal erklärt: Wir brauchen beides! Katabol und anabol! Das heißt, Fastenzeiten dürfen sich auch mal mit Schlemmerzeiten abwechseln.
Beim Eiweiß - vor allem wenn jemand älter ist, wäre ich da vorsichtiger; Sarkopenie läßt grüßen.
Nur weil ein PostDok mal wieder einen Artikel von sich in der Journaille sehen möchte und deshalb Symptome von verfetteten Ratten überinterpretiert, würde ich meinen Proteinbedarf nicht unterschätzen.
Viele Grüße,
Patricia (ohne D.)
Hallo Claude,
ich gehe davon aus, dass du deine Aussagen, den Spiegelartikel und die Quellen - hoffentlich - genau studiert hast. Was meinst du / Grönke mit zu hohem Proteingehalt ? Dann erwähnst du zu hohe Ferritinspigel. Was ist denn gesund bzw. was macht krank? Beim wem ?
Ich hoffe nur, dass du jetzt vernüftig und wissenschaftlich nachvollziehbar argumentieren kannst. Sonst muss und werde ich dir antworten, dass du auch einer dieser Narren bist, die irgenwas lesen, nicht tiefer recherchieren und sich mit solchen Posts hier profilieren wollen. Bin schon gespannt wie ein Flitzebogen was von DIR jetzt kommt...
Hallo zusammen,
den Artikel im Spiegel habe ich nicht gelsen, ich lehne den meist arroganten Schreibstil des Blattes ab.
ABER:
Die Diskussion über Pro und Contra Protein ist nicht neu, sondern alt, auch was die Kernaussagen
betrifft und hier hat es auch schon jemand beschrieben.
Es geht um katabole versus anabole Stoffwechselzustände.
Eisweiss wirkt anabol also aufbauend (MTOR), fasten wirkt katabol also abbauend. Bei Fasten wird AMPK
angestossen mit Autophagie. Autophagie wirkt verjüngend quasi als zellinterne Müllabfuhr.
Aber: immer nur im katabolen bzw. nur im anabolen Zustand bleiben schadet, das dürfte plausibel sein.
Und was das Laborratenexperiment belegt, das ist widerlegt..
Die Laborratten hatten sich schlicht überfressen, sie waren innerlich verfettet.
D.h. das Laborexperiment mit Ratten hat einmal mehr bewiesen, dass hyperkalorische Nahrung gesundheitsschädlich ist.
Woran kranken die meisten Menschen unserer Zeit:
An zuviel Proteinen oder zu wenig? Kranken sie nicht vielmehr an zu viel Kalorien und vor allem an zu viel Zucker?
Viele Grüße
SK
Hallo Claude,
da ist überhaupt nichts überholt und bei den NEM gibt es ein einfaches Prinzip: Messen - Auffüllen - Nachmessen (Dr. Strunz), Laborwerte siehe auch https://www.drstrunz.de/dateien/pdfs/202407_Bluttuning.pdf . Außerdem frage ich mich, wie die Aminosäuren bzw. das Gesamteiweiß bei den Fruchtfliegen gemessen wurden. Viele Grüße!
Roger