Ein ziemlich verzweifelter Ruf heute am Sonntagnachmittag. Sitz ich vor Ihren Karteikarten. Ihren Unterlagen. Ihren Blutanalysen und denke – in jedem Fall ziemlich gründlich – noch einmal über Ihre Geschichte nach. Was Sie mir erzählt haben.
Diese schlichte, schon per se richtige Aussage lässt sich zwanglos auf Sie übertragen. Auf Sie, den Patienten, der mir täglich gegenüber sitzt. In der Regel nach einer Ärzte-Odyssee. Bisher konnte eben nicht geholfen werden. Und ich soll´s dann richten?
Sie verstehen den Sinn und Zweck dieser News. Die sollen Sie nicht nur informieren – das können Sie sich auch an anderer Stelle – sondern sollen Ihnen darüber hinaus Mut machen. Sollen anspornen, zu handeln.
Dieser Begriff kommt in der üblichen Medizin selten vor. Wenn überhaupt. Medizin hat mit Krankheit und Gesundheit zu tun. Mit Leben und Tod. Gefälligst.
Ihr Erfindungsreichtum, mir den Alltag zu versüßen, meine Seele zu streicheln, mich glücklich strahlen zu lassen, verblüfft mich. Verwundert mich oft. Beschämt mich manchmal.
sei ich. Meinte er. Pflege ich stets zu korrigieren in….“die vorletzte…“. Dennoch: Der Mann war drahtig. Fester Händedruck. Klare Augen. Hat mich angegrinst. Legt mir einen Zettel vor, der mich ins Schwärmen kommen lässt:
Gibt´s nicht. Kommt nicht vor. Ich kenne die Grenzen auch meiner Medizin. Kann aber leider – oder zum Glück? – an Tatsachen nicht vorbei. Die Tatsachen:
Mit 70 Jahren, so lese ich immer wieder, kommt das Zipperlein. Unausweichlich. Befällt uns, unseren Körper und macht uns das Leben schwer. Dieses Zipperlein.