Schmerzen ist das schlimmste, hatte ich Ihnen einmal gesagt. Oliver Sacks, der kürzlich verstorbene, hochberühmte britische Neurologe, war da ganz meiner Meinung. Seine Schmerzen waren „schlicht und einfach überwältigend“.
Die Psychiatrie und ihren Umgang mit seelischen Erkrankungen habe ich nie verstanden. Nun ja: Natürlich schon verstanden, aber mich erzürnt über die Hilflosigkeit, über den Umgang mit der Krankheit, besser gesagt mit den kranken Menschen.
War vor einem Jahr in meiner Praxis zur Blutanalyse. Beklagte in erster Linie, seine „voll nervige“ Neurodermitis. Nun ja: Mehr braucht mir solch ein armer Mensch nicht zu erzählen: Ich weiß von meinem Sohnemann, was da alles mit dranhängt.
Gestern haben wir mal einem Patienten zugehört. Also der Person, um die sich eine Milliardenindustrie dreht. Korrektur: Drehen sollte. Die hat sich in meinen Augen längst verselbstständigt. Kreist eher um sich selbst.
Ist ein berühmter britischer Neurologe, der in rund einem Dutzend Bücher von den tragischen, erstaunlichen oder auch komischen Schicksalen seiner Patienten berichtet hat.
Bewusst verwende ich plakative Begriffe. Die nicht nur ihren Intellekt, sondern vielleicht auch ihr Unterbewusstsein ansprechen. Solch ein Begriff ist beispielsweise „Serotonin, das Chefhormon“.
Ach, wenn Sie wüssten, was ein Arzt (und ein Priester) im Laufe seines beruflichen Lebens alles so erfährt. Was für heimliche Geschichtlein, was für verborgene Gedanken. Und dann die Motive…
War früher für mich ein Grund, junge Rekruten – leider, leider – vom Bundeswehrdienst freizustellen. Wenn denen also bei Kälte Finger und Zehen absterben und ganz weiß werden...
Täglich darf ich lernen. Von Ihnen. Bin Ihnen wirklich und ehrlich dankbar. Was Sie so alles Interessantes erleben und dann – Danke! – mir weitergegen...
Außerordentlich lehrreich für alle von uns wird es, wenn eine Erklärung haarscharf daneben trifft. Am Ziel vorbei geht. Und man genau dann den Witz erst so richtig versteht...