Forum: Bluttuning - 2 Blutanalysen

 
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Maximilian F. 27 Kommentare Angemeldet am: 17.01.2020

Liebe Foristinnen und Foristen!

Bei der ersten der beiden Analysen von denen hier die Rede ist, hatte ich mir vorgenommen mich von möglichen eher mäßigen Werten nicht frustrieren zu lassen, da es mir insgesamt doch recht gut ergeht. Doch dann (alles wie gewohnt in µmol/l):

Methionin: 19        Ich hatte vor einem Jahr immerhin schon 32 erreicht, da es doch ein bissl mühsam ging, habe ich versucht mit Carnitin und auch Creatin - EW- Pulver mit Carnitin ohnehin- unterstützend einzugreifen. Wie man sieht: voller Erfolg?!?!?

Try: 40                 War im Januar schon bei 51 und habe dann noch so Intervalle mit 6g pro Tag für eine Woche wiederholt eingefügt und sonst mit kleineren absichtlichen Unterbrechungen kontinuierlich etwas genommen: Voller Erfolg. "Angestiegen um minus 11!"

Threonin: 96       Hatte den Strunz´schen Mittelwert schon mal überstiegen.

...Das kann ich so nicht auf mir sitzen lassen. Konsequenz: nach 3 Wochen zur nächsten Blutabnahme. Intervall ist ja eigentlich zu kurz um hier nennenswerte Veränderungen zu bewirken, aber trotzdem. Bis dahin noch zehn Tage Methionin 1,5 g täglich. Try je nachdem abends ca. 2 g.

Ergenbis:

Methionin 30    plus von 11 "Einheiten"- wenn es so einfach geht?

Try immerhin 44

Threonin 131 ohne gezielte Intervention. Aha, immerhin ganz ordentlich: plus 35 "Einheiten".

Arginin war nochmals gesunken von 99 auf 72. Vermutlich weil ich die Dosis erhöht habe! (Hier muss mindestens ein Zahnrädchen im Getriebe kaputt sein oder es dreht sich in die falsche Richtung. Nervt mich!)

Und das Beste zum Schluss: Mg hatte ich schon aufgegeben und gedacht, das kriegste eh nicht hin. Wert dümpelte immer so um die 0,92-0,94 mmol/l . Stand auf dem Laborbogen: Mg: 1,02 mmol/l.

So warum der Beitrag? Vielleicht kann ich einigen dadurch helfen, die auch so ihre Mühe mit ihren Werten haben ("Frustsharing") und andersrum kann vielleicht jemand auch was Konstruktives beisteuern.

(Bei Arg und Try sind wohl ab und an Einnahmepausen wichtig, hatte ich hier schon im Forum gelesen. Werde das umsetzten.)

Herzliche Grüße

Max F.

 

 

Roger 361 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Max,

bei einem evtl. Cystein Mangel wird vermehrt Arginin verbraucht (Harnstoffzyklus). Der Mangel sollte durch die tägliche Gabe von ACC (NAC) sowie 5 - 10 g Glutamin beseitigt werden, damit der Arginin Wert wieder ansteigen kann. Viel Erfolg!

Roger

 

Maximilian F. 27 Kommentare Angemeldet am: 17.01.2020

Hallo Roger!

Vielen Dank für die schnelle und vor allem sach- und fachkundliche Antwort. Hat mich unbändig gefreut und weitergebracht. Es sei mir erlaubt, nochmals nachzuhaken:     DENN:

Mein Taurinspiegel ist äußerst hoch: 259µmol/l, das sind 230% vom Mittelwert! Damit hätte ich zunächst kein Problem, würde nicht Taurin aus Mehtionin und Cystein (welches sich wiederum aus Methionin und Serin bildet) synthetisiert werden. Serin wiederum aus Threonin und Glycin. Und schließlich wird im letzten Reaktionsschritt noch NAD+ (Abbauprodukt von Try) verbraucht. Sämtlich genannte Aminos sind bei mir noch mehr oder weniger auffällig: Methionin, Try und Threonin hatte ich schon beschrieben. Gycin könnte auch etwas höher sein. Daher meine

Schlußfolgerung:  

Wäre es nicht sinnvoll - so überhaupt möglich- den "Taurinsynthesepfad" etwas einzubremsen? Denn dann, so scheint mir, könnte sich einiges normalisieren und stabilisieren: Methionin würde sich einpendeln, es bliebe genug Cystein übrig (Glutamin ist ausreichend vorhanden) und vielleicht auch noch ein paar Krümel Try bzw. NAD+ welches ja an vielen Stellen (Mitochondrien?) gebraucht wird und eben dann nicht alles in die Menge an Taurin geht, mit der ich zwei Menschen versorgen könnte.

(Wenn das mit der Biochemie des Körpers nicht konform geht, werde ich natürlich deinem Rat folgen in der Hoffnung, dass mein Köper mit mehr Cystein nicht gleich nochmehr Taurin bildet. Oder irgendwann hört er dann schon auf...?)

Bin gespannt!

Max

 

Roger 361 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Max,

leider bin ich weder Arzt noch Biochemiker und kann Deine Fragen nicht beantworten. Hier hilft in vielen Fällen die Messung (siehe auch Liste der Laborwerte von Dr. Strunz). Auch das Gesamteiweiß sollte möglichst > 7,65 Prozent sein, denn die ausreichende Aufnahme von Aminosäuren wird häufig unterschätzt (z.B. Fleisch, Eier, Proteinshakes).

Bei schweren Erkrankungen hat Dr. Kremer (Barcelona) im Blut bzw. Vollblut häufig einen Cystein Mangel, Arginin Mangel, erhöhte NAD+/Vitamin B3 Werte und oxidativen Stress (Glutathionsystem) diagnostiziert. Ohne die Messung kann man evlt. Ersatzstoffwechsel nicht abschätzen: Messen - Auffüllen - Nachmessen (Dr. Strunz). Viel Erfolg!

Roger

 

Maximilian F. 27 Kommentare Angemeldet am: 17.01.2020

Roger, vielen Dank!

Mir wird grad bei meinen Recherchen in der Biochemie auch etwas schwindlig. Darum Punkt. Du hast mir trotzdem weitergeholfen und vor allem finde ich es tatsächlich sehr motivierend, wenn jemand sagt oder sagen kann: ich weiß es nicht!

Fazit: Wie ich bei einem ähnlichen Thema, bei dem du auch das mit dem Cystein erwähnt hast, lesen konnte, sollte man sich immer wieder auf die essentiellen Aminos konzentrieren, aus denen der Körper ja dann die anderen schnitzt. Also bleib ich mal weiterhin noch bei Methionin und aktuell wieder entdeckt Gelatine, wegen Glycin, Arginin...

Grüße

Max

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