Du hast das sehr gut beschrieben, Robert, im Positiven wie im Negativen. Du selbst hast jedoch ebenfalls ein mutiges Beispiel gesetzt. Habe das verfolgt, freue mich über Deinen Erfolg und wünsche Dir weiterhin gutes Vorankommen, vor allem auch viel Spaß beim Sport.
Teile völlig Deine Meinung über Strunz. Er spielt in einer eigenen Liga, wie auch die beiden fulminanten Artikel von heute beweisen. Von mir jedenfalls hat er schon immer eine Carte blanche. Strunz kritisiere ich nicht. Das gilt nur für ganz wenige andere Zeitgenossen. Es ist nicht meine Aufgabe, die missratenen Egos von Ignoranten zu pflegen.
Für das Ganze – das In-dividuum – ist jeder selbst zuständig. Lesen genügt nicht. Man muss verstehen können, Zusammenhänge schaffen. Früher einmal war das eine hohe Kunst. Wissenschaftshistorisch ist das mit der Hermeneutik (Gadamer zB) zum Abschluss gekommen. Der herrschende Szientismus ist im Grunde ein Anachronismus.
Die Sache mit dem (Lebens-)Plan ist weniger schwierig, als man glauben mag – jedenfalls dann, wenn man ihn mal in groben Zügen hat. Welche Entlastung, wenn man NICHT zwischen allen Stühlen sitzt, NICHT zappelnd im Netz hängt, grundlegende Dinge NICHT immer wieder neu entscheiden muss, NICHT immer wieder ins Dilemma kommt, sei es mit sich, sei es mit anderen. Unabdingbare Voraussetzung: die Perspektive des FUTUR II.
Carnitin: Danke für den Hinweis, Robert! Bei Burgerstein ist das aber nur ein „Tipp“. Natürlich mache ich die Menge von der Trainingsintensität abhängig. Da ich mit dem Training aber nie pausiere, werde ich auf Carnitin auch nicht komplett verzichten. Es geht entscheidend um Regeneration! Gröber warnt keineswegs. Er weist darauf hin, dass die Biosynthese von Carnitin lediglich etwa 10 % des Bedarfs abdeckt und dass seine Toxizität „außerordentlich gering“ ist, folglich seien toxische Wirkungen „beim Menschen nicht zu erwarten“. Davon abgesehen habe ich mit Carnitin nur beste Erfahrungen gemacht, und ich denke, dass mein Aminogramm dies ziemlich gut bestätigt. Auf die Teilkomponenten Lysin und Methionin will ich auf keinen Fall verzichten. Carnitin, Vitamin C, Magnesium, Kalium – das sind Anker, ohne die es nicht geht, wenn man intensiv Sport treibt.