28.09.2017
Hallo Robert,
ich glaube, es ist alles noch sehr viel einfacher. Der Darm reagiert auf Paläo/LC plus Komplettpaket (Aminos, Vitamine/Antioxidantien, Mineralstoffe, Spurenelemente) plus viel, viel Sport absolut perfekt.
Histamin: Halte ich für eine „Allergie“ wie alles, was unter diesem Namen läuft. Ändere die Basis, und das Problem ist ausgestanden. Die DAO (Enzym Diaminoxidase) hat damit nur bedingt etwas zu tun. Habe das vor etwa sechs Jahren von A bis Z durchgespielt. Wenn man die HIT isoliert betrachtet, kommt man aus dem Schlamassel nicht mehr heraus. Die Kranken verwalten dann ihre Pseudokrankheit wie üblich (siehe Diabetiker) mit größtem Elan – siehe SIGHI. Heißt, dass alles über Kohlenhydrate läuft. Überleben können das wahrscheinlich nur Ausdauersportler, die täglich raushauen, was sie zuführen. Gesund ist das aber mitnichten.
Aus der Lebensmittelliste der SIGHI lässt sich trotzdem Gewinn ziehen. Wenn man das, was unter „2“ und „3“ rangiert, weglässt, fährt man schon mal grundsätzlich gut. Wer heute jedoch noch Gluten zulässt, weiß meiner Meinung nach nicht, was er tut. Weiterer Punkt: Fruktose. Nicht nur wer Blähungen hat, sollte hier einmal nachhaken. Wenn ich von Kohlenhydraten rede, geht es immer nur um Glukose. Für Fruktose (also Obst) sehe ich nicht die leiseste Notwendigkeit, aber diverse schwere Gegenargumente (schon mal Nehls gelesen?). Dabei verstehe ich genug von Mikro- und Makroökonomie, um Kooperation und komparative Vorteile zu schätzen – aber nicht bei Orangen etc., egal, woher sie kommen. Denkt man in größeren Horizonten, sind importierte Lebensmittel sowieso abzulehnen. Das gilt auf jeden Fall für Gemüse.
Noch ein Punkt: Hautprobleme, zB schwere Psoriasis. Gröber und Burgerstein sagen hierzu sehr vernünftige Dinge, wie nicht anders zu erwarten. Falsch ist die Warnung vor Fleisch, Eiern, gesättigten Fettsäuren, arachidonsäurereichen Lebensmitteln usw. Auch der Rat zu „eher wenig Kohlenhydraten“ ist ein Weichspülerargument sondergleichen. Fakt ist aus meiner Sicht: Massiv Eiweiß plus Fett aller Kategorien bei absolut ketogener Ernährung ist die Lösung – und eben nicht Teil des Problems!
Ich möchte nur noch anmerken, dass auch Horn (Stand etwa 2010) den ketogenen Part nicht verstanden hat (8.5.3). Allerdings lässt er an zwei anderen Stellen erkennen, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist (was schließlich ja für alle heuristischen Modelle gilt).