10.10.2019
Guten Morgen Simone,
SHBG ist ein von der Leber gebildeter Bluteiweißstoff, der die männlichen Sexualhormone Testosteron, Dihydrotestosteron sowie die weiblichen Sexualhormone aus der Gruppe der Östrogene im Blut bindet, speichert und transportiert. Je höher SHBG, desto weniger freie, ich interpretiere, spührbare Hormone. Je niedriger, desto stärker natürlich.
Für eine Erhöhung der SHBG-Werte kommen u.a.folgende Ursachen infrage:
Lebererkrankungen (Leberzirrhose),
Hoden- und Ovarialtumore,
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose),
Einnahme hormoneller Kontrazeptiva („Antibabypille“),
Einnahme einer Hormonersatztherapie,
während der Schwangerschaft u.a.
Für eine Erniedrigung der SHBG-Werte kommen u.a. folgende Ursachen infrage:
Fettleibigkeit (Adipositas),
Schilddrüsenunterfunktion,
Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust,
Lebererkrankungen,
Eiweißmangelernährung u.a.
Da du diesen Wert nicht hast: im Serum auch 2.ZH immer gleichzeitig mit Ö, T, P, wenn du allgemein deinen Hormonstatus beurteilen möchtest. Im Serum fallen aber die gebundenen und ungebundenen Hormone zusammen- daher SHBG eben für die Beurteilung "wieviel freie Hormone und somit wirksame habe ich denn überhaupt?".
Generell kommt es aber mit steigendem Lebensalter auch zu höheren SHBG-Werten im Blut.
Deine Speichelwerte: P musst du nicht betrachten, passt. Aber alle Ö sind im Mangel. Gelernt habe ich Ö zu P mindestens 1:100 bis 200. Bei dir 1:1205. Passt nicht.
Optisch erkennen könntest du das an nachlassender Spannkraft der Haut, dünnere Haare, uvm.
Da Estriol bei Estradiolmangel auch automatisch in den Mangel kommt ( Folge daraus): trockene Schleimhäute , auch innerlich ( Magen Darm ), uvm...
Testosteron könnte auch höher sein. Evtl hast du wenig Energie o.ä.? ( alles bei Strunz nachlesbar). Rimkus lehrt hierbei, Ö zu T sei mit optimal 1:5 eingestellt. Ob das stimmt, würde ich eher vom Gefühl abhängig machen anhand der Blutwerte, die in dem Moment gelten.
Was tun falls du nun spührbar Symptome hast?
Ich würde erstmal SHBG messen ( s.o.)
Falls zu hoch und alle daher möglichen Erkrankungen sind ausgeschlossen, könntest du versuchen es natürlich etwas zu senken. Klappt gut mit Mariendistel hochdosiert ( 600mg auf 2xtäglich aufteilen).
Falls normal, verweise ich auf die Studie von Edubily mit Bor. Dort nachzulesen. 2-3 Wochen täglich 3mg. Dadurch könnte auch eine T Erhöhung mit erwirkt werden.
Je nach deinem Alter könntest du natürlich auch eine Hormonersatztherapie beim Arzt erwirken. Ob dies jedoch zielführend und erwünscht ist, kann ich nicht beurteilen. Ich würde es erst natürlich versuchen (s.o.) und habe dies auch - es funktioniert ;-)
Cortisol apropos scheint in Ordnung. Zur Beurteilung würde ich an deiner Stelle deinen Tagesverlauf von der Energie mit zu Rate ziehen. Der optimale Tagesrhythmus sollte sein: aufstehen klappt gut, deiner Arbeit kommst du gut nach ohne Mittagstief oder andernfalls ohne HB-Männchen Syndromen und abends klappt das Einschlafen gut. So in etwa könnte man eine ordentlichen Cortisol Tagesspiegel beschreiben. Falls nein und Störungen liegen vor, wäre die Nebennieren die dazugehörige Baustelle im Körper.
Vlg Nicole