23.05.2025
Gestern durfte ich einen Vortrag von Ralf Kirkamm zum Thema hören,
er hat dem Thema auch eine Webpage gewidmet.
https://www.dr-kirkamm.de/untersuchung/lithium-therapie
Skurril finde ich, dass Lithium hoch dosiert schon länger klassisch bei psychiatrischen
Erkrankten angewandt wird - das war mir neu. Diese hat allerdings auch Nebenwirkungen.
Eine niedrig dosierte Lithiumtherapie mit Nahrungsergänzungsmitteln ist in
Deutschland nicht erlaubt. Die Nahrungsergänzungsmittel mit Lithium werden
alle nicht als solche vertrieben, sondern als "Labormittel, nicht zum Verzehr"
oder Ähnliches. Niedrig dosiert kommt es nicht zu den Nebenwirkungen der
Hochdosistherapie.
Lithium wirkt auch der Telomerverkürzung entgegen und ist damit auch als Longevity-
Produkt anzusiedeln.
Und um die gestellt Frage zur Dosierung zu beantworten hier ein Zitat von Ralf Kirkammer:
Eine tägliche Einnahme von etwa 115 mg Lithium-Orotat, was etwa 5 mg reinem
Lithium entspricht, ist ausreichend. Diese Dosierung ist etwa 40-mal geringer als
die bei der Behandlung bipolarer Störungen.
Vergiften kann man sich so schnell bei höheren Dosen nicht.
Man landet dann halt nur im Bereich der Therapie die man in der Psychiatrie anwendet
und hat es mit entsprechenden Nebenwirkungen zu tun.
Wikipedia beschreibt die Nebenwirkungen wie folgt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lithiumtherapie
Nebenwirkungen
Typische Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme, Kreislaufstörungen, Zittern (Tremor, besonders in den Händen), Übelkeit, Erbrechen, Veränderungen des Blutbilds (Leukozytose), Müdigkeit, verstärkter Durst und verstärktes Wasserlassen, Durchfall und Unterfunktion der Schilddrüse. Der therapeutische Serumspiegel liegt je nach Indikation zwischen 0,5 und 1,0 mmol/l, schon ab 1,5 mmol/l kann es zu Schläfrigkeit, in höheren Dosen zu Krämpfen und Koma kommen.[14] In Folge der Hemmung der Schilddrüsenfunktion durch Lithium kann ein Kropf auftreten.[15]
In Anbetracht der geringen therapeutischen Breite von Lithium werden regelmäßige Kontrollen der Serumspiegel empfohlen, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu vermeiden. Auch bei korrekter Dosierung können unter Langzeitbehandlung mit Lithium Wasser- und Natrium-Verluste (Diabetes insipidus), Übersäuerung des Blutes (Azidose) und eine Lithium-Nephropathie mit Einschränkung der Nierenfunktion auftreten.[16]