Forum: Ernährung - Heutige News: Verhungernde Zellen trotz Energieüberschusses?

 
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ThomasV. 252 Kommentare Angemeldet am: 07.11.2022

Einer der Punkte ist, wie schnell erholen sich die Mitochondrien nach einer externen Belastung. Hierzu werden sie mit Thiomersal runtergefahren und man beobachtet, in welcher Zeitspanne sie wieder auf 100% kommen. 

Ein anderer Punkt wäre eine interne Belastung, ob  die Mitochondrien durch körpereigene Prozesse geschädigt sind. Auch hierzu gibt es Testverfahren.

Das wären zwei Blöcke, hinzu kommen Messungen zu Pgc1 alphamundATP 

Wenn man bei Biovis so einen Test machen lässt, bekommt man ein rundes Bild über sein Mitochondrium, mit umfangreichen Erklärungen und grafischen Darstellungen. Danach weiss man, wie es um die Neubildung der Mitos steht, wieviel ATP produziert wird und welche Faktoren die Mitos eventuell belasten.

Bei Ganzimmun gibt es auch einen Test, der misst aber nur die externen Belastungen und trifft lediglich eine Aussage zur  Regenerationsfähigkeit.

Um detaillierteres zu sagen, müsste ich meinen Test mal wieder durchgehen.

GregP 485 Kommentare Angemeldet am: 23.10.2013

Hallo Thomas,

"Hast du die Mitos prüfen lassen?"

Auf was sollen denn die Mito´s geprüft werden ? Wie helfen die Ergebnisse, in Bezug auf die geprüften Punkte, denn dann weiter ? 

Find ich spannend...ich denke auch für andere Foristen..

D hat leider noch keine Antwort, von dir, auf seine Frage bekommen...

Gruss

Greg

Sabine69 490 Kommentare Angemeldet am: 29.01.2019

Richtig, ein schwieriges Feld ....

Thomas, doch nicht für Dicht. Du erfasst doch komplexe Zusammenhänge schneller als die Feuerwehr und "stampfst" die dann für das Fußvolk verständlich zusammen. Dafür gebührt Dir großer Dank.

Mach das doch hier gleich mal.

Viele Grüße

ThomasV. 252 Kommentare Angemeldet am: 07.11.2022

Richtig, ein schwieriges Feld, vor allem muss man einen versierten Arzt finden... Bei Biovis gibt es einen umfangreichen Test für die Mitochondrien. 

D 16 Kommentare Angemeldet am: 13.03.2021

Hallo Thomas,

tja... die Mitochondrien. Leider keine einfache Stellschraube, oder?! Was genau verstehst du denn unter "Mitos testen lassen"?

ThomasV. 252 Kommentare Angemeldet am: 07.11.2022

D, wenn deine Peroxidase problematisch ist, kann es auf eine mitochondriale Problematik hinweisen. Hast du die Mitos prüfen lassen? Wie steht es um dein Glutathion?

Es gibt sie immer wieder, schlanke, oder auch dünne Menschen, die aus dem Diabetikerraster fallen und es trotzdem haben. 

D 16 Kommentare Angemeldet am: 13.03.2021

smile

Alles im grünen Bereich mit Ausnahme der Peroxidase 

Thorsten St. 4728 Kommentare Angemeldet am: 04.06.2014

Hallo D.

"Und Menschen mit BMI 19, die evtl. schon lebenslang mit zu hohem Blutzucker, Blutzuckerschwankungen u/o zu starkem Anstieg ohne schnelles Absinken reagieren? "

Deine Frage ist absolut berechtigt.

Warum ist der BZ zu hoch, bzw. schwanktso stark . Liegt eine Insulinresistenz vor oder vielleicht ein Diabetes Typ 1?

Wie bereits ausgeführt, gibt es viele Faktoren, die eine Insulinresistenz begünstigen (Spurenelemente, O3). Kann man vielleicht auch trotz BMI ein TOFI sein, bzw. eine NAFLD (nicht-alkoholische Fettleber) entwickeln? Wie steht's um den Körperfettanteil (viszeral vs. subkutan, Leber)

Ist die mitochondriale Gesundheit anderweitig beeinträchtigt, so dass kein entsprechender "Sog" von Glukose in die Zellen ausgelöst wird?

Ernährt sich der BMI19er vielleicht extrem KH arm und spürt die Folgen einer physiologischen Insulinresistenz?

Wie sieht die Ernährung insgesamt aus?

Gibt es eine entsprechende individuelle genetische Prädisposition?

Werden regelmäßig bestimmte Medikamente eingenommen?

Wie stellt sich die Streßsituation dar?

Wird Sport getrieben?

 

Die möglichen Ursachen sind durchaus vielfältig und müssten im Einzelfall individuell geklärt werden.

Ich würde erst mal auf IR testen lassen. Also Nüchtern BZ + nüchtern Insulin. Dann Leberwerte hinsichtlich NAFDL checken.

Alles Gute
Thorsten

D 16 Kommentare Angemeldet am: 13.03.2021

Hallo,

"...nicht Kohlenhydrate und Insulinausschüttung machen insulinresitent, sondern eine chronische Energieüberfrachtung der Zellen!!"

Und Menschen mit BMI 19, die evtl. schon lebenslang mit zu hohem Blutzucker, Blutzuckerschwankungen u/o zu starkem Anstieg ohne schnelles Absinken reagieren? Die werden leider "nie" besprochen. Und fallen bei jedem Arzt durchs Raster. Wie sollen die vorgehen? Kohlenhydrate scheinen in dem Zustand wie Öl im Feuer zu wirken. Kalorienrestriktion oder Fasten sind hier auch schwierige Tipps, wenn man nicht noch weiter abnehmen will.

Die Menschen (wieviel % sind das?), bei denen der Stoffwechsel so ideal gesund funktioniert wie von Chris Michalk ja bestimmt richtig beschrieben, brauchen doch einfach weder dieses noch sein Forum. Oder?! (das klingt hoffentlich nicht negativ, ist nämlich überhaupt nicht so gemeint!:-))

Also, vllt. gibt es noch einen Tipp, link,.. für "BMI 19-Menschen" oder den passenden Artikel von Chris Michalk, den ich übersehen habe?

Ich denke da gerade an seinen Artikel über "Entzündungen reduzieren". Aber auch hier wirkt ja alles in einem Teufelskreis zusammen (Entzündungen machen insulinresistent, Insulinresistenz führt zu Entzündungen), bei dem KHs zu erhöhtem Blutzucker führen, die die Entzündung weiter anheizen... In einem solchen Fall hällt sogar er LowCarb evtl. für angezeigt. Aber wie lange bei schlanken Menschen, bei denen es ja nicht um Gewichtsreduktion geht. 

Hmm... 

 

 

Thorsten St. 4728 Kommentare Angemeldet am: 04.06.2014

Hallo Perikles.

Ich weiß, ich bekomme gleich wieder verbal haue, aber trotzdem:

  • Insulinresistenz entsteht eben nicht, weil jemand Kohlenhydrate isst. Kohlenhydrate sorgen zwar für eine Insulinausschüttung, aber a) analog dazu wird der Glukose-Stoffwechsel in der Zelle besser ( = weniger Insulin nötig) und b) eine Insulin-Ausschüttung per se sorgt nicht direkt für ein Herunterregulieren der Rezeptoren
  • Die Downregulation von Insulinrezeptoren aufgrund einer konstanten Insulin-Flut ist ein Sekundärphänomen, passiert dann, wenn die Zellen bereits nicht mehr ausreichend auf das Hormon reagieren.
  • Insulinresistenzen sind schlecht. Egal, ob physiologisch oder pathologisch. In beiden Fällen wirkt Insulin nicht mehr. Das aber wird für viele wichtige physiologische Prozesse gebraucht.
  • Die Insulinsensitivität wird von unten nach oben gesteuert. Wenn der Sog in den Zellen stimmt, stimmt auch die Wirkung des Insulins. Gesteuert wird das z. B. via AMP/ATP-Ratio und AMPK-Aktivierung. Wieder ein Grund, warum negative Energiebilanzen wichtig sind und warum jemand, der sich in einem (chronischen) Energieüberschuss hält, nicht insulinsensitiv ist. Kann man auf zellulärer Ebene auch messen.
  • Es gibt viele, viele Faktoren, die da noch mit reinspielen. Beispiele: Der Spurenelement-Haushalt: Mangan, Kupfer, Selen, Chrom, Zink etc. potenzieren alle die Insulin-Wirkung, sind essentiell für die Insulin-Ausschüttung oder regulieren die Rezeptor-Dichte in Zielgeweben

Also, nicht Kohlenhydrate und Insulinausschüttung machen insulinresitent, sondern eine chronische Energieüberfrachtung der Zellen!! Und hier ist vor allem ein Überschuss an Fettsäuren zu benennen, da die Zellen deren Einstrom eben nicht wirksam unterbinden können. D.h. die Aufnahme von Fettsäuren hängt direkt vom Angebot im Blut ab. Droht der Zelle ein Energiesubstrateinstrom, den sie nicht mehr handlen (oxidieren) kann, etnwickelt sie sich in Richtung Insulinresistenz, um wenigstens die Glukose draußen zu halten.

LG
Thorsten

PS: Die obigen Punkte sind übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern auf dem von Chris Michalk ("https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/in-12-punkten-insulinresistenz-verstehen/")

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