Dass das Magnesiumöl funktionieren soll, ist mir auch schleierhaft. Wie soll das funktionieren? Durch die unteren Hautschichten gelangt doch nur, was fettlöslich ist, lediglich die oberste Hautschicht, das Stratum corneum hat die Eigenschaft etwas Wasser zu binden. Hier greift ja auch der Harnstoff als therapeutisches Mittel bei trockener Haut, da der Harnstoff eine große Wasserbindungsfähigkeit besitzt und somit wesentlich zur Hydratisierung des Keratinmantels im Stratum corneum beiträgt.
Das so genannte Magnesiumöl ist nun aber kein Öl, wie der Name vermuten lässt, sondern eine 69%ige, wässrige Magnesiumchloridlösung.
Die unteren Hautschichten sind nun aber wasserundurchlässig. Wäre dem nicht so, müssten sämtliche Urlauber, die im Toten Meer schwimmen gehen, unweigerlich sterben - der Salzgehalt des Wassers besteht zu großen Teilen aus Magnesium, Kalzium und auch Kalium. Würden nun diese wässrigen Lösungen durch die gesamten Hautschichten hindurchdiffundieren, würden beispielsweise neben Magnesium- auch große Mengen an Kaliumionen in die Blutbahn gelangen, Herzrythmusstörungen wären die logische Folge bis hin zu Todesfällen.
Selbst Nikotinpflaster basieren auf einer Lipidbasis, damit der Wirkstoff durch die Haut bis in die Blutbahn gelangen kann. Und auch die Schmerzpflaster, die bei der perkutanen Lokalanästhesie eingesetzt werden, enthalten ein Öl.
Wie also soll das dann mit diesem Magnesiumöl funktionieren?