Hallo Daniela,
es ist so frustrierend, immer wieder zu merken, dass die Propaganda wirkt.
Nicht nur im Leinsamen, auch in den Haferflocken ist natürlich Phytinsäure drin. Ebenso wie in Hülsenfrüchten und anderen Samen. Samen sind die Kinder der Pflanzen, und genau wie du deine Kinder verteidigen würdest, so wollen das auch Pflanzen. Mangels Zähnen, Klauen oder einer Stimme sind sie auf chemische Verteidigung angewiesen. Je nach Pflanzenart oder Teil der Pflanzen fällt die mehr oder weniger wirksam aus. Deshalb müssen viele Pflanzenteile eben verarbeitet werden: eingeweicht, gekocht, fermentiert, gebacken ... Oft gelingt die Entgiftung nicht vollständig.
Aber, es gibt ja Alternativen, wenn es hier auch nur selten Austern gibt. Bietest du deinen Kindern auch gelegentlich mal Fleisch an? Welches Kind könnte denn Fleischklößchen widerstehen? Hochwertiges Eiweiß, viel Zink und viele B-Vitamine, alles optimal bioverfügbar. Nicht ganz so leicht zu überzeugen dürften die Kinder bei Leber sein: noch mehr Nährstoffe: endlich mal genug Vitamin A! Ich habe immer gern Leber gegessen, aber lange keine gekauft und auch meinen Kinder nicht angeboten - hätte ich nur damals schon gewußt, was ich heute weiß.
Leider wirkt eben die allgegenwärtige Antifleischpropaganda - Fleisch wird in (offiziellen) Aufzählungen in Deutschland nicht mehr zu den Grundnahrungsmitteln gezählt - aber was sollte es denn sonst sein, wenn Nährstoffe drin sind, die sonst fast nirgends vorkommen. In Portugal z.B. ist das anders - da könnte man von den Grundnahrungsmitteln mit viel Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Eiern richtig gesund leben ...
Wie wär's also mal mit Köttbullar mit Sahnesauce wie bei Petterson und Findus? (Bekommen das Kinder heutzutage auch noch vorgelesen?)
Alles Gute, dir und deinen Kleinen!
Uli