1.200g Bohnen müsste man essen, schreibt Robert in den gestrigen News (30.11.2023), um die gleiche Menge Methionin zu bekommen wie er mit „seinem“ Ei-Frühstück.
Dieser Vergleich ist in meinen Augen genauso wenig sinnvoll wie die Frage: Wie viel Eier müsste Robert essen, damit er genau so viel Ballaststoffe bekommt wie in diesen 1.200g Bohnen enthalten sind? Da Eier keine Ballaststoffe haben, ist die Antwort einfach … und die Ballaststoffe von 1200g Bohnen solllte man unbedingt auf mehrere Tage verteilen ...
Warum wählt Robert ausgerechnet eine Hülsenfrucht zum Vergleich aus, obwohl gerade Methionin die limitierende Aminosäure bei Hülsenfrüchten sind? Dafür haben Hülsenfrüchte reichlich Lysin, so dass die Kombination aus Hülsenfrüchten und Getreide (z.B. Linsen und Spätzle) für eine bessere Eiweißbilanz sorgt, denn bei Getreide ist Lysin die limitierende AS, während Getreide reichlich Methionin hat.
Da Eier 50g, aber auch 75g schwer sein können, nehme ich zum Vergleich 100g Ei mit 450mg Methionin.
100g Forelle enthält 660mg Methionin,
100g Magerquark enthält 420mg Methionin,
100g Leber enthält 600mg Methionin.
100g Ei enthält 1.260mg Leucin
100g Forelle enthält 1.780mg Leucin,
100g Hirse enthält 1.350mg Leucin,
100g Magerquark enthält 1.390mg Leucin,
Im Sommer ernten wir mehrere Wochen lang täglich 500g rote Spitzpaprika mit 5*140mg Vitamin C. So viel Vitamin C bekommt man von täglich 4 Eiern in 100 Jahren noch nicht.
Also: Ich ernähre mich sehr abwechslungsreich und esse jeden Tag etwas anderes, von allen Lebensmittelgruppen etwas, außer es enthält Zucker oder Weißmehl, koche immer frisch und ohne das, was meine Großeltern noch nicht aßen. Manche orientieren sich an der Steinzeit, ich will mich nur an der Zeit meiner Großeltern orientieren.