04.04.2017
Hmm,
"Beispiel: Der Patient nach dem ersten Herzinfarkt, noch in der Klinik. Der Doktor sagt zu ihm: "Sie müssen sofort aufhören zu rauchen, der nächte Herzinfarkt könnte sonst der letzte sein"
Wenn ihm diese Warnung "durch Mark und Bein" geht, kann er sofort aufhören."
Ein ziemlich krasser Fall von Drohmedizin, wenn ihr mich fragt...
Arzt: Wenn sie mit dem Rauchen, Saufen und Rumhuren aufhören, können sie 100 Jahre alt werde.
Patient: Warum sollte ich dann noch 100 Jahre alt werden wollen?
Das Stichwort hier ist eigentlich wieder einmal "Eigenverantwortung". Und die muss mit den persönlichen Lebenszielen in Einklang gebracht werden. Wir reden hier ja immerhin von erwachsenen Menschen.
Nicht jeder hat das Ziel 100Jahre alt zu werden, Nicht jeder will einenMarathon laufen (können). Vielen ist ihr momentanes, genussorientiertes Leben Wichtiger, als jetzt schon Spätschäden (Metabolisches Syndrom, HKE, Krebs, etc.) vorzubeugen. Vielen ist bekannt und durchaus bewußt, dass sie nicht gesund alt werden und sie akzeptieren das in dem Wissen und der Ansicht jezt "gelebt" und genossen zu haben.
Wer sein Leben ändern will, der wird es auch tun; oder zumindest Fragen und um Hilfe bitten ("Was tun gegen Heißhunger?"). Da muss man keine Drohkulisse aufbauen, sondern sollte Handlungsalternativen aufzeigen und anbieten. "Kalter Entzug" bei einer Sucht ist dabei durchaus umstritten.
Im Fall von Heißhunger auf Süßes sehe ich z.B. ein "Belohnungs-Problem". Man sollte dem Körper gesündere Alternativen zum Triggern des Belohungssystems anbieten; Erfolgserlebnisse, Sport, erschöpendes Krafttraining, Stressreduktion, gut Ernährung, Eiweiß, Mangelzustände beseitigen und die Verfügbarkeit von Süß-Kram drastisch reduzieren (kommt auch den Kindern zu gute).
Der Körper muss lernen, sich seine Belohnung anders zu holen; am Besten aus dem Strauß gesunder Lebensweisen. Zusätzlich sollte der Körper umlernen und seine somatische Intelligenz wieder entwickeln. Dann hat er bei einzelnen Mangelzuständen Japp auf das Richtige (Fleisch, Fisch, Eiweiß, Gemüse, Obst, Bewegung) und greift nicht nach dem vermeintlich einzig bekannten Belohnungsmittel: Süßigkeit.
Und wie gesagt, die schnelle Verfügbarkeit von Süß-Kram deutlich reduzieren. Wenn dir Parika besser schmeckt als Schoki, warum ißt du dann Schoki? Weil sie schneller un einfacher Verfügbar ist, nicht gewaschen und geschnitten oder sonstwie vorbereitet werden muss.
Abhilfe: Paprika einfach verzehr-fertig vorbereitet im Kühlschrank stehen haben (am besten mit einem leckeren Dipp) und die Schokolade (wenn überhaupt im Haus) im hintersten Keller deponieren (d.h. mit mehr Aufwand versehen). Beim Einkaufen die Süßigkeiten-Abteilung gezielt meiden und nicht hungrig und schon gar nicht mit einem Anflug von Süß-Japp einkaufen gehen!
LG und gutes Gelingen,
Thorsten