02.11.2016
Offen gesagt wollten wir solche Quasi-Auseinandersetzungen vermeiden, da ich glaube, dass kein Teilnehmer davon profitiert.
Auf der anderen Seite glauben wir, dass eine Klarstellung wichtig ist, vor allem dann, wenn Tatsachen verdreht oder nicht korrekt dargestellt werden. Aus welchen Gründen auch immer.
Mein Name taucht via google-Suche überall auf und wird durch solche Kommentare durchaus verunglimpft.
Wir entschuldigen uns vorab für die Beitragslänge, aber wir wollen das Thema ein für alle Mal vom Tisch haben. Nicht zuletzt, damit das Forum hier nicht ständig zu einem virtuellen Schlachtfeld verkommt.
Punkt 1) Ich bin aktuell kein Triathlet und sehe mich auch nicht als einer. Triathlon (und Ausdauersport im Allgemeinen) habe ich im Rahmen meiner Zeit als Sportstudent kennen und lieben gelernt. Ich weiß nicht, warum so viel Augenmerk auf der Ironman-Thematik liegt.
Klar ist: Es ist Teil meiner persönlichen Geschichte gewesen, die ich in der Einleitung zum Handbuch darlege, wo wörtlich steht: „In dieser Zeit nutzte ich aus, dass ich im Zuge dieser Stoffwechsel-Thematik einfach nur sehr wenig essen musste. Ich nutzte dies aus, um für Langdistanzen zu trainieren und hatte später auf einer Ironman-Distanz auch „unter 10 Stunden”. Damals 4-6 % Körperfett. Man könnte meinen, ich war hoch-fit.”
Diese Passage sollte nicht dazu dienen, zu zeigen, welch ein toller Triathlet ich bin oder war, wie viel ich darüber zu erzählen habe, es sollte auch nicht für irgendwelche „Marketing-Zwecke” genutzt werden. Es ging einzig und alleine darum, zu zeigen, dass man auch sehr fit und trotzdem (stoffwechsel-)krank sein kann. Wer mir nicht glaubt, dass ich damals tatsächlich mit so wenig Körperfett durch die Gegend gelaufen bin, der kann sich die Bilder auf unserer Homepage angucken, 01/2015, Ausdauertest-Artikel.
Das Wort Ironman-Distanz habe ich genutzt, weil viele Menschen damit etwas assoziieren können. Tatsächlich habe ich die Ironman-Distanz mehrfach unter 10 Stunden absolviert, auch im Rahmen einer Uni-Veranstaltung -- muss man mir freilich nicht glauben. Da es sich hierbei aber nicht um offizielle Wettbewerbe handelte, möchte ich mich für den entstandenen, falschen Eindruck entschuldigen. Das hätte man vorher wissen können.
Was man als junger Mensch nicht wissen kann: Dass sich einige Menschen massiv darüber echauffieren, als gäb’s nichts Wichtigeres im Leben.
Vielleicht erscheinen solche Zeiten für manche Leser unrealistisch und unnahbar, aber solche Zeiten rennt man nicht einfach so (auch nicht mit viel Training), dafür braucht man auch die natürlichen Voraussetzungen (z. B. Genetik oder Talent).
Nichtsdestotrotz finde ich nach wie vor merkwürdig, dass ein Zitat aus einem Kontext gerissen und unnötig aufgebläht wird. Denn: Ganz gleichgültig, ob ich jemals an einer offiziellen Ironman-Veranstaltung teilgenommen habe oder nicht, steht es meines Erachtens außer Frage, dass ich -- sportlich betrachtet -- äußerst fit war. Mehr als fünf Stunden Sport am Tag, über Jahre hinweg, war mehr Regel als Ausnahme, natürlich auch wegen des Sportstudiums.
Punkt 2) Es wird so getan, als ob ich irgendwas davon hätte, wenn ich sage, dass die vier oder fünf Jahre in der Ketose mir nachweislich nicht gut getan haben. Meine Gegenfrage: Was erhoffe ich mir davon? Marketing-technisch wäre es besser, ich würde die Pro-Ketose-Welle auch reiten, wie das viele andere Blogger und Autoren im Gesundheitsinternet gerade machen (nein, damit meine ich nicht Dr. Strunz). Stattdessen war die ketogene Diät in der amerikanischen Szene schon 2007 oder 2008 sehr bekannt, mit dem Höhepunkt sicher 2010 oder 2011. Erst dann gab es hier in D einige Entwicklungen, wobei Dr. Strunz hier sicher der Vorreiter war, aber auch er hat den Begriff “ketogene Diät” lange Zeit gar nicht benutzt.
Also: Ich habe nichts davon, wenn ich meine persönlichen Erfahrungen schildere. Suspekt finde ich stattdessen die Logik: Ich soll nicht am Ironman teilgenommen haben, daher gab es meine Probleme auch nicht. Ja, das sieht nach gesundem Menschenverstand aus …
Wenn es -- argumentativ betrachtet -- nicht ausreicht, dass ein Sportstudent, der monate- oder jahrelang täglich stundenlang trainiert und trainieren muss, alle Übungen, alle Prüfungen und alle Sporteinheiten in der Ketose absolviert und dann seine Erfahrungen schildert, dann frage ich mich allen Ernstes, wer überhaupt noch seine Erfahrungen schildern darf. Für mich ist das völlig absurd und überhaupt nicht nachvollziehbar. Hier wird die Wertigkeit einer Ironman-Veranstaltung ad absurdum aufgeblasen.
Den Kritikern wäre es wohl am liebsten, ich würde Zeitzeugen dazu holen, die alle meine Aussagen bestätigen können. Wenn meine eindringlich geschilderten Erfahrungen, oft im Zusammenhang mit einem wissenschaftlichen Hintergrund, nicht ausreichen, was soll dann ausreichen? Wie kann jemand, der etwas nie erlebt habt, so plastisch darüber berichten? Mir ist das schleierhaft.
Punkt 3) Ich habe gar keinen Nutzen davon, etwas zu erzählen, was nicht stimmt. Was will ich damit bezwecken?
Interessant, dass ein Leser weiß, wie alt ich zu dem Zeitpunkt war, als ich etwas gesagt haben soll, was ich wörtlich (!) so nie gesagt habe. Zum einen war ich nicht 23 als ich davon erzählte und zum anderen habe ich nicht von „mehr als” gesprochen, 2014 schreibe ich z. B. von „knapp zwei Jahrzehnte”. Aber klar, so wird auch eine Wahrheit draus.
Auf der anderen Seite sehe ich immer noch kein Problem darin, in ca. zwei Jahren rund 10.000 Studien zu lesen. Wer sich damit auf täglicher Basis befasst, mehrere (E-)Bücher verfasst und nebenbei auch noch an einer biologischen Fakultät lernt, der wird sich zwangsläufig hauptsächlich damit auseinandersetzen. Aus dieser Perspektive erscheinen 14 Paper (im Schnitt!) am Tag nicht außergewöhnlich, auch wenn ich verstehen kann, dass es für Außenstehende durchaus außergewöhnlich aussieht. Aber noch einmal: Das ist nicht nur mein Hobby.
Ich habe auch nicht gesagt, dass ich „wahrscheinlich hochbegabt” bin, sondern, dass eine Hochbegabung vor vielen Jahren festgestellt wurde. Auch das muss man im Kontext verstehen, wo es darum geht, dass wir durch äußere Umstände oft nicht das sind, was wir sein könnten. An einer Hochbegabung ist auch nichts Besonderes. Dazu reicht, per definitionem, ein IQ von > 130. Ich muss doch keinem beweisen, wie „intelligent” ich bin. Darüber kann (und soll) sich jeder Leser selbst eine Meinung bilden. Das brauche ich aber ganz sicher nicht als Verkaufsargument oder für mein Selbstwertgefühl.
Punkt 4) Zu meiner im April 2015 getätigten Aussage: Ich möchte ein friedliches Forum und das ist nur gewährleistet, wenn es nicht zu „Glaubenskriegen” kommt. Das bezieht sich ausschließlich auf die Kohlenhydrat-Thematik, was aus dem Original-Zitat auch ersichtlich würde, hätte man das entscheidende Detail im Zitat nicht ersetzt. Denn wer wochenlang angefeindet wird bzw. Anfeindung ständig miterlebt, der wird sich (oder sein Forum) irgendwann davor schützen wollen, reagiert vielleicht auch sensibel.
Wie kann der Name „Strunz” (lt. des Kommentars) so häufig fallen, wenn wir Strunz-Infos zensieren würden? Das ist ja völlig absurd. Wir sind ein sehr offenes Forum und zensieren nahezu gar nichts. Es sei denn, wir sind rechtlich dazu verpflichtet oder sehen die Forum-Atmosphäre gefährdet. Drum: Das war keine „Parole” (ziemlich unpassender Ausdruck), sondern eine völlig normale Aussage.
Der Beitrag erweckt den Eindruck, dass sich in unserem Forum (bzw. in unserer Welt) alles nur um Herr Strunz dreht. Das ist aber falsch. Zumindest in unserem Forum gehört Dr. Strunz und seine Philosophie genauso dazu wie alle anderen Themen auch, die auf täglicher Basis dort diskutiert werden. In dem Forum wird alles und viel diskutiert, über alle möglichen Themen. Darüber hinaus wissen wir auch um die Arbeit von Dr. Strunz und schätzen sie. Mehr dazu jetzt.
Punkt 5) Meine Kritik an “No carb”: Das ist nun wahrlich kein Geheimnis mehr. Dr. Strunz selbst wurde -- mit Blick auf unsere Ausführungen -- mehrfach per Mail darauf angesprochen. Nicht nur zu diesem Thema. Auch zu anderen Themen, wo er nicht einer Meinung mit uns ist. Na und? Ich glaube, Herr Strunz und ich kommen damit gut klar. (Vielleicht manche Leser nicht.)
Glauben Leser wirklich, unsere News oder Inhalte, wenn gegen „No carb”, richten sich ausschließlich an Doc Strunz und seine Leser? Es gab einige wenige Artikel, die sich auf News bezogen -- aber auch wir haben dazugelernt und können Intentionen der jeweiligen Autoren heute besser verstehen und nachvollziehen. Aus diesem Grund darf man das Gesagte auch relativieren, meines Erachtens. Auch klar sollte mittlerweile geworden sein, dass die Strunz-Philosophie genauso differenziert betrachtet werden muss, wie alle anderen Vorgehen auch. Das hat Herr Strunz in seinen News angedeutet, nicht zuletzt in solchen, wo mein Name fällt.
Was das aber mit dem Logo auf unserer Seite zu tun haben soll? Das wird mir nicht klar. Hier schwingt unterschwellig immer der Vorwurf mit, dass wir damit nur Geld verdienen wollen. Auch das stimmt nicht. Wegen der Logos verdienen wir nicht mehr Geld. Die Seiten, die wir dort angeben, profitieren auch von unserer Reichweite bzw. unseren Lesern. Wir teilen uns nicht alle die gleichen Leser und mehr als 300 Artikel sind kostenlos.
Punkt 6) Zu meiner Forum-Tätigkeit hier. Auch hier wird die Ironman-Veranstaltung wieder so empor gehoben. Wieso würde ich von meinem Vorhaben erzählen (müssen) und vor allem, wieso soll ich mich fünf Jahre lang darauf vorbereiten? Für mich war Ketose ein Lebensstil, keine Vorbereitung auf irgendeine Veranstaltung. Ich habe hier um das Jahr 2010 mitgeschrieben. Ganz normal. Ich habe auch nicht jedem auf die Nase gebunden, dass ich ein toller Sportler bin, der täglich stundenlang in der Ketose trainiert. Für was? Was soll das? Das Strunz-Forum war zu dieser Zeit ein Lichtblick, weil es sonst keine deutschen Foren gab, in denen man sich hat beteiligen können. Ich war auch in zig amerikanischen Foren unterwegs. Bemerkenswert, dass man deshalb gleich ein Jünger ist. Dann war ich wohl ein Jünger sämtlicher Autoren und Blogger und habe nun, via edubily-Forum, knapp 1000 Jünger. Super!
Ich habe im deutschen Internet, auch hier, viel, viel weniger gelesen als im amerikanischen Internet. Das Strunz-Forum bzw. die News waren nicht der Dreh- und Angelpunkt meines Daseins.
Die Foren-Beiträge habe ich gelöscht, genau. Was ist daran verwerflich? Es geht nicht um Geheiminformationen oder darum, dass ich etwas zu verbergen habe. Aber ich glaube, dass man sich in sechs Jahren gewaltig entwickelt (vor allem mit Blick auf Fachwissen) und die Aussagen vielleicht nicht mehr so unterschreiben kann. Da aber einige Blog-Leser sicher danach suchen würden, käme es z. T. zu Widersprüchen, die geklärt werden müssten. So habe ich ein weißes Blatt und jeder kann meine aktuelle Entwicklung seit 2014 verfolgen. 2020 sieht die Welt vermutlich ganz anders aus als 2014. Drum: Es erspart mir Arbeit und ich sah darin keine böse Tat.
Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel Energie darin investiert wird, gewisse Vorgänge aushebeln zu wollen. Zwischen den Zeilen geht -- zumindest für mich -- bei dieser Art der Kritik der Vorwurf hervor, dass alles nur aus Geld- und Marketinggründen gemacht wird. Auch geht es letztlich immer wieder um die ketogene Diät oder eine andere Ernährungsform. Für mich sind das absurde Triebfedern.
Interessant ist, und ich vernehme das mittlerweile wirklich mit einem Schmunzeln, dass hier Texte über mich verfasst werden, die sich wie eine Mischung aus Biographie und sensationslustigen Texten lesen. Wow, ist mein Leben wichtig geworden!
Warum investiert jemand so viel Zeit darin, meine vermeintlich dreckigen Geschäfte aufdecken zu wollen? Und umgekehrt: Wieso wird niemals jemand hinterfragt, der solche Geschichten und ellenlangen Romane auftischt? Was ist sein Antrieb, solche Texte zu verfassen?
Und: Wieso ruft man nicht bei uns an? Wieso spricht man nicht mit mir persönlich darüber? Unsere Mail-Adresse und unsere Telefon-Nummer finden sich schnell.
Ein nahezu identischer Text, auch sehr lang und sehr „investigativ” wurde damals als Kommentar unter einer Amazon-Rezension verfasst. Identische Kernbotschaft (Zufall?): Hier will jemand auf Biegen und Brechen Geld verdienen und sich bereichern. Mit Scheinidentität. Dort wurde uns Multi-Level-Marketing vorgeworfen. Das war so absurd damals, ich musste den Begriff erst einmal nachschlagen. Auch ging es dem Schreiber damals um seine heilige ketogene Diät, die man ja verteidigen muss. Genau solche Streitgesprächen wollen wir in unserem Forum nicht (siehe Punkt 4), werden aber hier immer wieder vom Ast gebrochen -- auch subtil.
Was ich damit sagen will: Einige (sehr) Wenige versuchen immer wieder ihre Chance zu nutzen, um glaubhaft zu vermitteln, wie böse wir (besser: ich) sind. Vermeintliche Geheimnisse werden „aufgedeckt”.
Im „Chris-Michalk-Thread” hier im Forum sieht es noch heute so aus -- zumindest für mich --, als ob auf Biegen und Brechen ein Feindbild vom Zaun gebrochen werden soll. Da sammeln sich die Hyänen.
Im Internet kann man ja schreiben, was man will. Ich wette, dass die meisten selbst mit erfundenem Namen posten, selbst aus der Anonymität heraus anderen unbedingt ein Bein stellen wollen. Wir hatten damals schon geschrieben, dass viele, wenn nicht alle Behauptungen einfach nicht stimmen.
Der letzte Kommentar, zum Thema Ironman etc., war so eine Behauptung. Es gab weder eine offizielle Stellungnahme eines „Verlegers”, noch hat dieser Verleger (wer soll das sein?) jemals etwas gelöscht. Ich frage mich, wer sich solche Geschichten ausdenkt, aber auch, wer solche Geschichten völlig unreflektiert annimmt.
Es ist immer wieder einigermaßen komisch, zu sehen, wie viel Mühe sich manche geben, mit wie viel Eloquenz Glaubwürdigkeit erzeugt werden will, um genau das einem anderen zu unterstellen, was man selbst gerade falsch macht. Die Strohmann-Argumente sehen gut aus, sind aber (oft) falsch und dienen nur einem Zweck: Der Denunziation. Im Extremfall ist sowas strafbar. Ich betone das ausdrücklich.
Das wird unsere einzige Stellungnahme zu diesem Themen-Komplex sein.
Klar ist, dass es bald sicher wieder andere abstruse Ideen gibt. Wenn ich also Remko Kuipers als Fuchs und nicht als Arzt bezeichne (Beitrag Thorsten zu unserem Hadza-Artikel), dann hat das ganz sicher einen bösen Hintergrund. Selbst dann, wenn das völlig absurd ist und sich die Logik überhaupt nicht erschließt.
Wer uns nicht mag, wer mich nicht mag, der braucht sich nicht mit uns auseinanderzusetzen. Aber wieso setzt man sich diesem Zwiespalt aus? Auf der einen Seite ganz offensichtlich eine massive Abneigung gegen meine Person zu haben, aber auf der anderen Seite jede erdenkliche Information zu kennen, die das Projekt oder mich betrifft.
Leben und Leben lassen. Wo ist die hier oft gepredigte Gelassenheit?
Wir wünschen allen anderen Lesern einen schönen Tag,
Phil und Chris von edubily
PS: Ich lobe mir die kritische Herangehensweise einiger Teilnehmer hier im Forum. Das bereichert die Qualität ungemein und kommt letztlich jedem zugute. Aber klar. Diese mündigere Herangehensweise hat sicher etwas mit dem Frust zu tun, der entsteht, weil Strunz gerade viele Spiegel-Bestseller schreibt. Mensch. Genau umgekehrt: Die Menschen, die Strunz dadurch erreicht, können ungemein davon profitieren!