12.01.2020
Lieber Huland,
ich weiß, du zitierst zum größten Teil nur, aber:
"Der Mensch ist eben kein thermodynamisches System."
Egal wie oft du es wiederholst, drehst und wendest, der Mensch ist natürlich ein thermodynamisches System. Das ganze Universum ist ein thermodynamisches System. Dass eine entsprechende Bilanzierung nicht immer trivial ist, steht dabei auf einem anderen Blatt.
"Leider gibt es hier immer noch ignorante und Stock-dumme Forenuser"
Das interpretiere ich jetzt mal als den gescheiterten Versuch einer persönlichen Beleidigung. Schlechter Stil, Huland! Sehr schlechter Stil!
"eine Kalorie sei eine Kalorie, egal aus welchem Makronährstoff sie stammt."
Wenn um die energetische Umsetzung im Körper geht, ist das auch so. Dass unterschiedliche Kalorienlieferanten unterschiedliche Effekte, Auswirkungen auf den Körper/Stoffwechsel haben, bleibt davon ja unberührt. Wer aber mehr zuführt, als er verbraucht, der nimmt zu; Punkt. Wenn er Kalorien in anderer Form zu sich nimmt, hat das ja ggf. wieder Einfluß auf die Verbrauchsseite, ändert aber nichts an den thermodynamischen Grundprizipien.
"Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Mast- und Verbrennungsstoffwechsel."
Genau, diese Unterscheidung zwischen "normaler Energiezufuhr und Überfressen/Mast wird gerne ignoriert.
"Wenn man Kohlenhydrate isst, kommt es danach unweigerlich zu einer Insulinausschüttung. Insulin ist das Masthormon schlechthin, da es jede Fettverbrennung für Stunden komplett unmöglich macht."
Was für ein BS. Der Mensch funktioniert nicht binär; Schalter an, Schalter aus. Diese Aussage ignoriert komplett das zuvor gesagte und gilt allenfalls für eine Mast (s.o.). Auch hängt das Maß einer Insulinausschüttung von der Menge und der Art(!) der KHs ab (Fruktose-> keine Insulinausschüttung), sowie von der Insulinsensitivität ab. Geringe Mengen Glukose ziehen insulinsensitive (Muskel)Zellen sogar ohne Insulin aus dem Blut.
"Wer sich also so ernährt wie es offiziell empfohlen wird - die Hälfte der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen - der befindet sich unweigerlich rund um die Uhr im Maststoffwechsel."
BS! Das ist ein Quantitätsproblem. Mast heißt massiv über dem Bedarf Energie/Kalorien zuzuführen.
"Achtung: Jede Kohlenhydratkalorie, die nicht unmittelbar als Energie verbraucht wird, wird durch Insulin in Fett umgewandelt und gespeichert."
BS! Gilt erst bei chronischer Energieüberfrachtung, Insulinresistenz oder vollen Glykogenspeichern.
"In Abwesenheit von Kohlenhydraten werden diese nämlich sogleich der Fettverbrennung zugeführt."
BS! Fett-Mast macht auch fett. Stichwort leere Kalorien; gibt es auch bei Fett.
"Eiweiß ist kalorisch neutral, denn es wird nur in seltensten Fällen zur Energiegewinnung herangezogen. "
In Maßen ja, in Massen nein. Wenn Energie fehlt, kann der Körper bis>1/3 des zugeführten Eiweiß direkt energetisch verwerten; ohne den Umweg über GNG.
"Daher macht der Ansatz von Dr. Strunz, die Kohlehydrate zu verteufeln absolut Sinn und ist richtig."
Allenfalls bei (metabolisch) Kranken, die nur zu simplifiziertesten Gedankengängen aufnahmefähig sind und sonst Probleme bei einer differenzierten Umsetzung hätten.
Grüße Thorsten