10.06.2020
"Interessant wäre jetzt eine vergleichende Studie, zwischen dem Medikament und einem gereinigten Fischöl, angereichert mit Omega3...nicht nur EPA...mit dem der Index über 8 zu liegen kommt."
Zumindest mit Tagesdosen von 1g/d ist kein Stich zu machen. das zeigen u.A. die VITAL-Studie ("Marine n−3 Fatty Acids and Prevention of Cardiovascular Disease and Cancer"):
Supplementation with n−3 fatty acids did not result in a lower incidence of major cardiovascular events or cancer than placebo.
Als auch die ASCEND- Studie, auch mit 1g/d ("A randomized trial of omega-3 fatty acids (fish oil) versus placebo for primary cardiovascular prevention in 15,480 patients with diabetes")
ASCEND is the largest and longest duration placebo-controlled randomized trial of omega-3 FA supplementation
•No effect on primary outcome of serious vascular events
•No effect on cancer, total or cause-specific mortality
•No safety concerns
Wenigstens bleibt die Erkenntnis, dass, wenn es nicht hilft, schadet es wenigstens auch nicht.
Ob höhere Dose signifikant helfen? Keine Ahnung. Nur Wunder sollte man sich von so einer Supplementation nicht erwarten.
"willkommen in der realen Welt! Die großen Studien werden häufig von der Industrie mit finanziert."
Keine Frage. Da mach ich mir auch keine Illusionen. Nur wenn jemand oft und gerne Schrott-Studien geißelt, wegen Methodik oder Einfluß von (Pharma)Firmen, habe ich schon ein paar Fragezeichen, wenn ausgerechnet eine solche Studie dann als vermeintlicher Belg für die eigenen Dogmen misbraucht wird.
Wie gesagt, gegen einen guten persönlichen O3-Index ist nichts einzuwenden. Aber 4g/d reines EPA gleichzusetzen mit 4g Omega3 (das kann auch ALA sein) halte ich zumindest für Fragwürdig.
Übrigens steht DHA im Ruf LDL-Cholesterin-Spiegel zu erhöhen...
Also vielleicht nicht einfach blind größere Mengen O3/Fischöl mit EPA + DHA einwerfen, bis man auf 4g/d EPA kommt.
LG
Thorsten