27.05.2026
Hallo Thomas,
das ist ja äußerst interessant.
In der Tat ist wohl nur richtig, dass aus hohem Triglyceridgehalt, kleine LDL-Partikel folgen.
Umgekehrt gilt es nicht.
Von chatgpt habe ich es mir erklären lassen, hört sich plausibel an:
Ein hoher Spiegel an Triglyceriden fördert die Bildung von kleinen, dichten LDL-Partikeln („small dense LDL“), weil sich der Fettstoffwechsel im Blut verändert. Der Zusammenhang läuft vereinfacht so ab:
- Viele Triglyceride im Blut
Die Leber produziert bei hohen Triglyceriden mehr VLDL-Partikel (Very Low Density Lipoproteins). Diese transportieren Triglyceride im Blut.
- Fettaustausch zwischen Lipoproteinen
Ein Protein namens CETP tauscht Triglyceride aus den VLDL-Partikeln gegen Cholesterinester in LDL- und HDL-Partikeln aus.
- LDL wird triglyceridreich
Dadurch enthalten LDL-Partikel mehr Triglyceride als normal.
- Umbau durch Lipasen
Enzyme wie die hepatische Lipase bauen diese triglyceridreichen LDL-Partikel ab. Dabei verlieren sie Volumen und werden:
- kleiner
- dichter
- oxidationsanfälliger
Das Ergebnis sind kleine dichte LDL-Partikel.
Warum das wichtig ist:
- Sie dringen leichter in die Gefäßwand ein.
- Sie oxidieren schneller.
- Sie bleiben länger im Blut.
- Sie fördern stärker Atherosklerose.
Typisch sieht man diese Konstellation bei:
- Insulinresistenz
- metabolischem Syndrom
- Type 2 Diabetes
- Übergewicht, besonders viszeralem Fett
- hoher Zucker-/Fruktosezufuhr
Ein typisches Muster ist:
- hohe Triglyceride
- niedriges HDL
- normale oder nur mäßig erhöhte LDL-C-Werte
- aber viele kleine dichte LDL-Partikel
Deshalb kann jemand trotz „normalem LDL-Cholesterin“ ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko haben.
Viele Grüße
SK